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Konkrete Beweise

Europas größtes 3D-Druck-Wohnprojekt zeigt die Fortschritte der Branche

Bild vonCarolyn Schwaar
Von Carolyn Schwaar
Aktualisiert am 15. Dez 2025

Die Betonstrukturen sind bereits gedruckt - die letzte benötigte nur fünf Tage - und das dänische Projekt Skovsporet soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden.

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Das dänische Projekt mit sechs Gebäuden und 36 Wohnungen ist in jeder Hinsicht ein Pionierprojekt. Das Projekt mit dem Namen Skovsporet („Der Waldweg“) ist das bisher größte 3D-gedruckte Wohnbauprojekt in Europa, aber nicht nur seine Größe setzt Maßstäbe. Skovsporet zeigt die wachsenden Möglichkeiten der additiven Fertigung im Wohnungsbau, von der Geschwindigkeit und dem Design bis hin zur Nachhaltigkeit und Ästhetik.

Eine der herausragenden Leistungen des Projekts ist die rasche Verbesserung der Baugeschwindigkeit. Während der Druck des ersten Gebäudes der Serie mehrere Wochen dauerte, wurde das letzte Gebäude in nur fünf Tagen fertiggestellt – am Ende der Sequenz wurde mehr als eine Wohnung pro Tag gedruckt. Diese Beschleunigung zeigt, wie Automatisierung und verfeinerte 3D-Druck-Workflows die Zeitspanne im Vergleich zu herkömmlichen Bauverfahren verkürzen können.

3D-gedruckte Wände der Skovsporet-Wohnungen in Holstebro, Dänemark (Quelle: COBOD)

Das dänische Unternehmen 3DCP Group hat mit dem 3D-Konstruktionsdrucker BOD3 von COBOD International die tragenden Wände aller sechs Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1.654 Quadratmetern gedruckt.

Das am Boden montierte Schienensystem und der automatisierte Druckprozess ermöglichten laut COBOD die millimetergenaue Herstellung langer Wandabschnitte mit einem Team von nur drei Personen und verdeutlichen, wie der Arbeitsaufwand bei gleichbleibender Qualität reduziert werden kann.

Materialeffizienz und Umweltvorteile

Skovsporet veranschaulicht auch verschiedene Umweltvorteile, die mit dem 3D-Druck im Bauwesen verbunden sind. Die Betonwände wurden mit einer Mischung aus kohlenstoffarmem Zement (FututeCam) gedruckt, und das additive Verfahren selbst trägt das Material nur dort auf, wo es strukturell benötigt wird, was im Vergleich zu herkömmlichen Form- und Gießtechniken weniger Abfall bedeutet.

Bei der Planung des Standorts wurde auf ökologische Sensibilität geachtet: Die Druckbeete wurden so angelegt, dass 95 % der vorhandenen Bäume auf dem Gelände erhalten blieben, was zeigt, wie Technologie und Landschaftsschutz bei modernen Wohnprojekten in Einklang gebracht werden können.

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3D-gedruckte Wände in Kombination mit Holzstrukturen bilden eine nachhaltige Studentenunterkunft (Quelle: COBOD)

Neben Schnelligkeit und Nachhaltigkeit erhöht die Technologie auch die architektonische Flexibilität. Das Projekt von SAGA Architects zielte darauf ab, die 3D-gedruckten Betonwände mit Holz in wärmeren Tönen und modernen Glasoberflächen abzumildern, um funktionale Räume auf harmonischere Weise zu schaffen. Jede Studentenwohnung verfügt über eine Küche, ein Wohnzimmer, einen Arbeitsbereich, ein Bad und ein Schlafzimmer. Große Dachfenster und schräge Decken erhöhen den natürlichen Lichteinfall und den Komfort in den kompakteren Einheiten.

Nachdem die Phase des 3D-Drucks abgeschlossen ist, geht Skovsporet nun zum Innenausbau und zur Installation der Systeme über. Nach seiner Fertigstellung wird das Projekt 36 erschwingliche Studentenwohnungen bieten.

Trotz wiederholter Hinweise auf Effizienz und Skalierbarkeit macht COBOD keine Angaben zu den Kosten pro Quadratmeter im Vergleich zur konventionellen Bauweise oder zu den Gesamtkosten. Es ist daher nicht bekannt, ob das Projekt wirtschaftlich wettbewerbsfähig ist oder ob es noch von der Wirtschaftlichkeit der Demonstrationsphase und nicht von der Marktfähigkeit abhängt.

Die Fortschritte in Skovsporet deuten jedoch darauf hin, dass sich der 3D-Baudruck über einzelne Prototyp-Strukturen hinaus zu skalierbaren Anwendungen für mehrere Wohneinheiten entwickelt. Auch wenn noch erhebliche praktische, finanzielle und institutionelle Hindernisse zu überwinden sind, bevor sich diese Bauweise weltweit durchsetzen kann, so zeigt das Projekt doch, dass der 3D-Druck für das Bauwesen die Art und Weise, wie sozialer und erschwinglicher Wohnraum in Europa und darüber hinaus bereitgestellt wird, verändern könnte, wenn er effizient, nachhaltig und mit weniger Arbeitsaufwand als einige herkömmliche Gebäude gebaut wird.

Diese Darstellung des Aussehens der endgültigen Einheiten betont den Erhalt der lokalen Bäume (Quelle: SAGA Space Architects)

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Über den Autor:
Carolyn is All3DP’s senior editor and a journalist with 25+ years covering business and technology. Passionate about making tech accessible, her work also appears on Forbes.com.
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