Das Open-Source-Tool des Ingenieurs und YouTubers CNC Kitchen nutzt Vibe-Coding und Mesh Displacement Mapping, damit Sie die Oberflächen Ihrer Drucke mühelos bearbeiten können. Wie funktioniert es und welche Ergebnisse können Sie damit erzielen?
Die KI hat ihre Kritiker — das ist uns bewusst — doch es gibt Werkzeuge und Anwendungsfälle, in denen sie ihre volle Pracht entfaltet. Projekte im Bereich Vibe-Coding (bei denen KI genutzt wird, um funktionalen Code zu generieren, ohne ihn von Grund auf selbst zu schreiben), um spezialisierte Tools zu erstellen, sind eine solche „Superkraft“, die überraschend wenig Aufwand erfordert.
Wenn dieser Aufwand jedoch durch die Linse von jemandem kanalisiert wird, der die Endanwendung und die Anforderungen genau kennt, ist das Ergebnis brillant. Das neue Tool von CNC Kitchen, BumpMesh, ist ein genau solcher Fall.
In einem auf YouTube veröffentlichten Video erklärte Stefan Hermann, der Maschinenbauingenieur hinter CNC Kitchen, dass dieses Open-Source-Tool unter anderem aus dem Wunsch heraus entstand, bestimmte Teile von Modellen mit unterschiedlichen Texturen zu versehen, ohne in teure oder komplexe Software investieren zu müssen.
Zwar ist die Funktion „Fuzzy Skin“ in Slicern verfügbar und man kann Texturen auch in Blender hinzufügen, doch keine dieser Optionen entsprach ganz seinen Vorstellungen. Schließlich bietet Fuzzy Skin nicht unbedingt den Grip, den man für ein Objekt wie ein Mikrofon benötigt, und die Arbeit in Blender kann eine Herausforderung sein — selbst für einen Maschinenbauingenieur.
Das Hinzufügen von Texturen — über Fuzzy Skin hinaus — zu 3D-Drucken kann helfen, die gelegentlich störenden Nahtstellen (Seam Lines) zu verbergen. Zudem kann es das Modell ansprechender machen (besonders wenn Sie beispielsweise Gelände erstellen möchten). Wie Hermann im Video zu BumpMesh zeigt, können Sie je nach Design- und Texturkombination einem Modell sogar zusätzliche Stabilität verleihen.
Nachdem wir nun die Vorteile von BumpMesh kennen, lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie das Tool eigentlich funktioniert.
Der Zugang könnte nicht einfacher sein: Starten Sie direkt auf bumpmesh.com — das Tool funktioniert im Browser, es ist kein Download erforderlich und Sie müssen sich nicht registrieren.
Sie können zwischen Englisch und Deutsch wählen, zudem stehen für die optische Gestaltung ein Light- und ein Dark-Theme zur Verfügung. Davon abgesehen ist die Plattform intuitiv und der Workflow sehr geradlinig.
Sie können STL-, OBJ- und 3MF-Dateien importieren; die Schaltfläche „Auf die Fläche platzieren“ oben rechts hilft Ihnen dabei, das Modell auszurichten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels stehen 24 Texturen zur Verfügung, Sie können jedoch auch eigene hochladen. Sobald Sie dies getan haben, können Sie im „Projektion – Modus“ wählen, wie sich die Textur um Ihr Modell legt — eine wichtige Einstellung, mit der Sie experimentieren sollten, da die allgemeine Form des Objekts unterschiedliche Projektionsansätze erfordern kann, um die Textur sauber aufzubringen.

Ein Nachteil? Hermann weist darauf hin, dass es etwas umständlich sein kann, einem Modell verschiedene Texturen hinzuzufügen. Sie müssen eine Textur auf ein Segment anwenden, das Modell als STL exportieren und es dann erneut importieren, um die zweite Textur hinzuzufügen. Diesen Vorgang müssen Sie so oft wiederholen, wie Sie unterschiedliche Texturen wünschen. Er arbeitet zwar bereits an einer Optimierung dieses Prozesses, doch wenn dies die einzige nennenswerte Verbesserung am Tool bleibt, nehmen wir das gerne in Kauf.
Hermann hat BumpMesh als Open Source veröffentlicht, mit großzügigen Bedingungen, die auch die kommerzielle Nutzung einschließen. Den Code finden Sie auf GitHub.
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Lizenz: Der Text von "Blender-Alternative? Dieses kostenlose Tool von CNC Kitchen texturiert 3D-Modelle direkt im Browser" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.