Beim 3D-Drucken kommt es häufig zum sogenannten Stringing, vor allem bei flexiblen Materialien. Mit diesen 5 Tipps kannst du diesem Problem beikommen!
Wenn sich die Extruderdüse eines FDM-3D-Druckers von einem Punkt zum nächsten bewegt, kann es passieren, dass dabei geschmolzener Kunststoff austritt, der dann aushärtet und sich an den gedruckten Teilen festsetzt. Dies ist das sogenannte 3D-Drucker-Stringing; es sorgt dafür, dass an deinen 3D-gedruckten Teilen dünne Kunststofffäden hängen, die an Spinnweben oder Haarsträhnen erinnern.
Theoretisch sollte die Extruderdüse keinen Kunststoff ausgeben, während sie von A nach B fährt (also einen Weg zurücklegt, auf dem nicht gedruckt werden soll). In der Praxis ist es aber oftmals so, dass geschmolzenes Filament dort auf Teile tropft, wo es das eigentlich nicht sollte, wodurch deine Teile „Schnurrhaare“ bekommen.
Die Hauptgründe, warum es bei FDM-3D-Druckern zum Stringing kommt, sind falsch gewählte Rückzugseinstellungen und ein zu heißes Hotend. Bei PETG muss zum Beispiel eine relativ hohe Temperatur erreicht werden, um es zum Schmelzen zu bringen, weswegen es auch bekannt dafür ist, Fäden zu ziehen. Allerdings trifft dieses Problem auch auf PLA und ABS zu.
Zum Glück gibt es aber ein paar Tricks, mit denen Stringing beim 3D-Drucker verhindert werden kann. Sehen wir sie uns einmal an!
Die am häufigsten genutzte Methode, um das 3D-Drucker-Stringing zu verhindern, ist das Aktivieren des Rückzugs. Ein aktivierter Rückzug bedeutet, dass die Zufuhr das Filament jedes Mal, wenn der Extruder einen nicht bedruckbaren Weg zurücklegt, ein kleines Stück zurückzieht. Das sorgt dafür, dass der geschmolzene Kunststoff bei der Bewegung des Druckkopfes nicht nachtropft, da das Zurückziehen genau dies verhindert. Sobald der Druckkopf seine nächste Position erreicht hat, wird das Filament wieder herausgedrückt und der Extruder setzt den Druck fort.
In den meisten Slicern, wie zum Beispiel bei Cura, ist der Rückzug standardmäßig aktiviert. Es ist jedoch nie verkehrt, sich davon nochmal selbst zu überzeugen, vor allem dann, wenn dein Drucker anfängt, Fäden zu ziehen. Falls der Rückzug wirklich aktiviert ist und es bei deinen Drucken aber dennoch zum Stringing kommt, solltest du eventuell mal einen Blick auf die folgenden Rückzugseinstellungen werfen:
Der Rückzugsweg ist vermutlich die wichtigste Einstellung, denn sie legt fest, wie lange das Stück Filament ist, das vom Extruder zurückgezogen wird. Generell gilt: Wenn ein größerer Einzug möglich ist, solltest du das nutzen, denn dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass deine Extruderdüse Fäden zieht. Du solltest den Rückzugsweg aber auch nicht zu groß wählen, denn sonst kann es sein, dass es nicht im Hotend angelangt, wenn der Druck fortgesetzt werden soll.
Der Rückzugsweg kann von Extruderart zu Extruderart variieren. Ein Bowden-Extruder benötigt aber im Allgemeinen einen größeren Rückzugsweg, da hier der Weg zwischen der Extruderdüse und dem Antriebsrad größer ist.
Um den korrekten Rückzugsweg herauszufinden, musst du eventuell ein paar Testdrucke durchführen. Nutze hierfür am besten diesen Rückzug-Testdruck, der schnell geht und nicht allzu viel Filament verbraucht.
Die Rückzugsgeschwindigkeit bestimmt, wie schnell das Filament zurückgezogen wird. Eine höhere Rückzugsgeschwindigkeit bedeutet im Prinzip, dass Stringing weniger häufig auftritt, da das Filament schnell genug zurückgezogen wird und so nicht auslaufen kann.Wenn die Rückzugsgeschwindigkeit jedoch zu hoch gewählt wird, kann es passieren, dass das Filament innerhalb der Extruderdüse abreißt. Im schlechtesten Fall kann ein schnelles Anziehen des Antriebsrads dazu führen, dass das geschmolzene Filament zermahlen wird, wodurch die Extruderdüse verstopfen kann oder Bereiche entstehen können, wo das Filament nicht extrudiert wird.
Deshalb solltest du unbedingt die optimale Rückzugsgeschwindigkeit herausfinden – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Diese optimale Geschwindigkeit hängt auch vom Material ab, mit dem gedruckt werden soll.Führe ein paar Testdrucke durch, um die ideale Rückzugsgeschwindigkeit herauszufinden.
Manche Slicer können ebenfalls bei der Wahl der passenden Einstellungen hilfreich sein. Simplify3D zum Beispiel verfügt über vorkonfigurierte Profile, die dir eine optimale Startposition bieten, von der aus du die optimale Rückzugsgeschwindigkeit herausfinden kannst.
Zur Bestimmung der optimalen Rückzugsparameter musst du zunächst einmal wissen, welcher Extruder und welches Material beim Drucken zum Einsatz kommen sollen.
Bei Materialien wie ABS und PLA ist eine Geschwindigkeit zwischen 40 und 60 mm/s und ein Rückzugsweg von 0,5 bis 1,0 mm zu empfehlen, wenn sie mit Extrudern mit Direktantrieb verwendet werden. Bei Bowden-Extrudern sollte dahingegen eher eine Geschwindigkeit zwischen 30 und 50 mm/s und ein Rückzugsweg von 2,0 mm gewählt werden. Diese Parameter sind natürlich nicht allgemeingültig und sind von vielen Faktoren abhängig.
Einige Slicer, wie Simplify3D, verfügen über „Coast“- und „Wipe“-Parameter, mit denen deine Rückzugseinstellungen noch weiter verfeinert werden können. Beim Wipen wird die Extruderdüse zur die Außenwand bewegt, um Kunststoffreste abzuwischen, während beim Coasten der Extruder für die letzten paar Millimeter der Drucklinie abgeschaltet wird, um den Druck zu verringern und Kleckse oder Pickel zu verhindern.
In Cura sorgt die Einstellung „Fenster Minimaler Extrusionabstand“ dafür, dass der Rückzug erst dann zum Einsatz kommt, wenn der Druckkopf eine bestimmte Distanz zurückgelegt hat. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um das Filament nicht unnötig abzuschleifen. Eine weitere Einstellung, die es zu beachten gilt, ist der „Combing-Modus“ , über den die Bewegungsabläufe des Druckkopfs gesteuert werden. So kann ein unnötiger Rückzug vermieden werden. Alle für den Rückzug relevanten Einstellungen findest du in Cura im Dropdown-Menü „Bewergungen“.
Wenn du den Rückzug korrekt nutzt, verhindert dies das Fadenziehen und du hast mehr Kontrolle über deine Drucke.
Je höher die Temperatur, desto flüssiger wird das Material. Somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass es aus der Extruderdüse heraustropft, selbst wenn der Rückzug perfekt eingestellt wurde. Mit einer geringeren Temperatur nimmt diese Wahrscheinlichkeit wieder ab. Du musst allerdings aufpassen, dass du die Temperatur nicht zu niedrig einstellst. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann es passieren, dass das Filament nicht genug schmilzt, wodurch es zu Problemen mit der Extrusion kommen kann.
Die optimale Temperatur hängt vom Material und weiteren Druckeinstellungen ab. Es ist jedoch generell empfehlenswert, die Temperatur zu senken, sobald die ersten Fäden entstehen. Du kannst die Düsentemperatur in 5- bis 10-Grad-Schritten senken, solltest dabei aber nie die Mindesttemperatur des Herstellers unterschreiten. Dies sind die allgemein empfohlenen Temperaturen für einige der gebräuchlichsten Filamente:
Mit einem Testdruck wie einem Temperaturkalibrierungsturm kannst du die optimale Temperatur für jedes Material ganz einfach herausfinden.
Einige Druckgeschwindigkeiten knnen ebenfalls Einfluss auf das 3D-Druck-Stringing haben. Falls deine Extruderdüse beispielsweise zu lange braucht, um von A nach B zu kommen, kann es zum Stringing kommen, da das geschmolzene Material ja mehr Zeit hat, aus der Düse hervorzutreten. Wenn sich der Druckkopf aber schneller bewegen kann, kann dies dafür sorgen, dass das Filament nicht genügend Zeit hat, um Fäden zu ziehen.
Diese Einstellung heißt in Cura „Bewegungsgeschwindigkeit“. Durch einen höheren Wert hier kann das Stringing bei deinem 3D-Drucker verringert werden. Ist allerdings eine niedrige Temperatur und eine hohe Druckgeschwindigkeit eingestellt, kann es zur Unterextrusion kommen, da das Filament dann nicht genügend Zeit hat, um zu schmelzen und aus der Düse hervorzutreten.
Bei den meisten Materialien ist eine Druckgeschwindigkeit zwischen 190 und 200 mm/s vollkommen in Ordnung. Für MatterHackers liegt die ideale Geschwindigkeit für die meisten Drucker jedoch bei 150 mm/s.
Eine ähnliche Einstellung bei anderen Slicern – darunter auch Simplify3D – ist die Einstellung „X/Y Axis Movement Speed“. Im Grunde ermöglicht sie dir, die Geschwindigkeit des Druckkopfs zu ändern, während er sich von einer Seite zur anderen zu den Stellen bewegt, an denen Filament hervortreten soll. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit bedeutet, dass während der Bewegung weniger Zeit zum Herauslaufen bleibt.
Obwohl es sich hierbei nicht um eine Geschwindigkeitseinstellung an sich handelt, kann die tatsächliche Länge der Bewegungen des Druckkopfs ebenfalls zum Stringing beitragen. Je weiter sich der Extruder bewegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass geschmolzenes Filament aus der Düse herausläuft. Einige Slicer passen diesen Weg an, damit kürzere Bewegungen genutzt werden. Beispielsweise wird bei Simplify3D durch die Einstellung „Avoid crossing outline for travel movement“ der Weg klein gehalten, um das Risiko des Herauslaufens zu verringern.
Wenn du einen Drucker über einen langen Zeitraum hinweg vor allem überwiegend mit einem Material, wie beispielsweise PETG, nutzt, kann sich eine dünne Schicht mit Filamentrückständen bilden. Diese dünne Schicht kann zum Stringing führen, da die Filamentsträhnen versuchen werden, an der Oberfläche der gedruckten Teile hängen zu bleiben.
Um dieses Problem zu vermeiden, solltest du die Extruderdüse vor dem Drucken gründlich säubern. Beginne mit dem Äußeren der Extruderdüse; wische sie mit einem feuchten Lappen ab, während sie noch heiß ist. Dadurch sollten Rückstände am Äußeren der Extruderdüse entfernt werden. Eventuell benötigst du aber auch eine Drahtbürste oder eine kleine Klinge, um rückständiges Material zu entfernen.
Als Nächstes solltest du dir das Innere der Extruderdüse vornehmen und Rückstände entfernen, die das Austrittsloch der Düse blockieren. Am einfachsten funktioniert dies, indem du eine kleine Nadel oder einen kleinen Bohrer in die Extruderdüse einführst. Dadurch sollte das Filament losgelöst und die Düse freigeräumt werden. Sollte dies jedoch nicht funktionieren, kannst du auch das erkaltete Material mit der „Cold-Pull-Methode“ herausziehen, um Ablagerungen von vorher genutzten Filamenten zu entfernen.
Solltest du nach Durchführung der oben beschriebenen Methoden weiterhin Probleme haben, musst du gegebenenfalls deine Extruderdüse austauschen. Stelle auf jeden Fall sicher, dass du das Hotend erhitzt, um darin befindliches Material zu schmelzen, und entferne das Filament, das in die Extruderdüse eingeführt wurde. Sobald alle Materialreste entfernt wurden, kannst du die Extruderdüse ausbauen. Reinige dann das Hotend mit einem kleinen Stück Metall, bevor du die neue Extruderdüse einbaust.
Für weitere Anleitungen siehe unsere Anleitung zur Düsenreinigung.
In der Luft vorhandene Feuchtigkeit kann dein Filament beschädigen und zum Stringing führen. Sobald sich die Feuchtigkeit im oder am Filament festgesetzt hat, verdampft diese wieder, wenn das Filament aufgeheizt wird. Dieser Dampf kann sich dann mit dem Filament vermischen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Filament in nicht bedruckbaren Bereichen herausläuft. Der größte Übeltäter ist hier PLA, da dieses Filament im Vergleich zu ABS mehr Feuchtigkeit absorbiert. Alle Filamente von FDM-3D-Druckern sind jedoch zu einem gewissen Grad hygroskopisch.
Extremes Stringing kann ein Hinweis darauf sein, dass dein Filament feucht ist. Aber keine Sorge: Es gibt mehrere Methoden, mit denen du dein Filament sicher trocknen und so für den 3D-Druck einsetzbar machen kannst. Die erste Methode ist, einen Filamenttrockner zu kaufen. Diese Geräte erwärmen das Filament und sorgen in einer kontrollierten Umgebung dafür, dass die Feuchtigkeit verdampft. Sowohl der Sovol SH01 als auch der Sunlu FilaDryer S2 sind gute Optionen, um dein Filament zu trocknen.
Als weitere Methode kannst du dein Filament auch im Ofen trocknen. Du solltest die Glasübergangstemperatur deines Filaments herausfinden und den Ofen vorheizen, bevor du die Spule reinlegst. Generell sollte man eine Spule immer vier bis sechs Stunden im Ofen lassen. Sollte dein Ofen nicht fürs Trocknen geeignet sein, kannst du auch einen Lebensmitteldehydrator verwenden.
Sobald du dein Filament ordentlich getrocknet hast, solltest du es in einer trockenen Umgebung lagern. Einige gute Aufbewahrungslösungen, die du in Betracht ziehen kannst, sind luftdichte Boxen, Trockenmittelpackungen und Vakuum-Aufbewahrungsbeutel. Du kannst entweder eine spezielle Trockenbox wie die Polymaker PolyBox kaufen oder dich für eine DIY-Option entscheiden, beispielsweise einen Aufbewahrungsbehälter von Rubbermaid.
Wenn Sie all diese Schritte befolgt haben, sollten Sie großartige Ergebnisse mit minimalem Stringing erzielen! Aber was machen Sie mit all Ihren früheren Druckobjekten, an denen noch Fäden hängen?
Wir stellen Ihnen einige der besten Methoden vor, mit denen Sie hartnäckige Fäden mit verschiedenen Werkzeugen mechanisch von Ihren Modellen ablösen können.
Die erste und simpelste Methode zur Entfernung von Fäden besteht darin, die Fäden einfach abzureiben. Und das Werkzeug, das am einfachsten und schnellsten verfügbar ist sind Ihre Finger. In den meisten Fällen reicht das aus, und oft ist das auch alles, was Sie tun müssen, um Ihr Modell in Topform zu bringen. Aber seien Sie vorsichtig an den besonders empfindlichen Stellen Ihres Drucks und achten Sie darauf, dass Ihre Hände sauber sind, denn Schmutz an den Fingern kann sich leicht in den Schichtlinien verfangen und diese noch deutlicher sichtbar machen. Verwenden Sie diese Methode jedoch nicht für faserverstärkte Filamente (z. B. Glas- oder Kohlefaser), da diese Ihre Haut stark reizen können!
Eine weitere praktische Methode zum Entfernen von Fäden ist ein Entgratwerkzeug. Normalerweise werden sie zum Säubern der Kanten von maschinell bearbeiteten Metallteilen verwendet, aber 3D-Druck-Enthusiasten haben auch andere Verwendungszwecke dafür gefunden, nämlich das Beseitigen der Überreste von Rändern und Stützstrukturen. Sie eignen sich auch hervorragend zum Beseitigen von Fäden! Sie funktionieren jedoch nur bei der Beseitigung von Fäden entlang scharfer Kanten, z. B. wenn die Düse über eine Lücke zwischen zwei vertikalen Elementen fährt und dabei Fäden hinterlässt. Dies kann eine sehr schnelle und saubere Methode sein, um die Fäden in diesem Fall zu entfernen.
Wahrscheinlich haben Sie eine Bürste mit Messingborsten zum Reinigen Ihrer Düse herumliegen, doch die sollte nicht zum Entfernen von Fäden verwendet werden, da sie wahrscheinlich Kratzer hinterlässt. Verwenden Sie stattdessen eine alte Zahnbürste mit steifen Borsten oder eine andere Reinigungsbürste. Dies bietet sich für sehr leichtes Stringing an empfindlichen Stellen an, nämlich dort, wo man mit den Fingern nicht hinkommt. Für hartnäckige, dicke Fäden eignet sich diese Methode aber nicht so gut. Sie werden feststellen, dass die Bürste in diesen Fällen nur die dünnen Enden der Fäden erwischt und nicht den dickeren Fadenansatz.
Ähnlich wie bei der Messingbürste raten wir von dieser Methode ab, es sei denn, die Kratzer, die sie hinterlässt, stören Sie nicht, oder Sie wollen das Modell ohnehin abschleifen und lackieren. Mit dieser effektiven Methode kommt man leicht an schmale Stellen heran, indem man das Schleifpapier faltet und in die Spalten schiebt. Es ist besonders praktisch für TPU, das oft zu hartnäckig ist, um es mit den Fingern zu erreichen, und das Material zerkratzt nicht so leicht wie andere, zum Beispiel PLA.
Das hier geht raus an all die Musiker! Oder alle, die ein iFixit Kit oder ähnliches besitzen. Diese sind oft mit einem dreieckigen Hebelwerkzeug ausgestattet, das einem Gitarrenplektrum ähnelt. Sie eignen sich hervorragend zum Entfernen von Fäden aus spitzen Ecken, innen oder außen. Ein netter Trick, um an schwer zugängliche Stellen zu gelangen, besteht darin, eine alte Kreditkarte zu nehmen und sie auf die richtige Größe und den richtigen Winkel zuzuschneiden, damit man an Stellen des Modells herankommt, die man normalerweise mit den Fingern nicht erreicht.
Bei diesen Methoden zur Beseitigung von Fäden wird Hitze eingesetzt. Und in vielen Fällen kann dies die schnellste und effektivste Methode sein! Aber nicht ohne ein gewisses Risiko…
Das einfachste Hilfsmittel ist ein einfaches Gasfeuerzeug. Feuerzeuge vom Typ „Zippo“ sind nicht zu empfehlen, da sie eine Menge unschönen schwarzen Ruß hinterlassen. Am besten eignet sich ein Stabfeuerzeug, da es sicherer ist und man sich nicht die Finger verbrennt.
Dies ist jedoch offensichtlich die gefährlichste Methode, und es ist äußerste Vorsicht geboten, um sich nicht zu verletzen oder Ihr Modell zu beschädigen. Gehen Sie behutsam vor und schwenken Sie die Flamme nur in der Nähe – halten Sie sie nicht an einer Stelle und kommen Sie nicht zu nahe heran. Anschließend müssen Sie allerdings noch eine mechanische Reinigung vornehmen, da oft kleine Kügelchen aus geschmolzenem Filament zurückbleiben. Diese Kügelchen haften zu diesem Zeitpunkt allerdings nur sehr locker und sollten sehr leicht zu entfernen sein.
Die nächste Methode erfordert ein Spezialwerkzeug in Form einer Heißluftpistole oder einer Heißluft-Lötstation, aber auch ein Haartrockner könnte verwendet werden, wenn auch nicht ganz so effektiv. Manche schwören auf dieses Verfahren! Für Filamente mit niedrigeren Schmelztemperaturen wie PLA ist ein Föhn oft ausreichend. Für Materialien wie ABS und PETG empfiehlt sich jedoch ein richtiges Heißluftpgebläse.
Das ist auf jeden Fall sicherer als die Methode mit der offenen Flamme, aber die Gefahr, Ihr Druckobjekt zu schmelzen und sich zu verbrennen, ist auch hier recht groß. Auch hier gilt: Langsam vorgehen und die Wärme in der Nähe verteilen. Bleiben Sie dabei nicht zu lange an einer Stelle. Wie bei der Methode mit offener Flamme muss auch hier eine mechanische Reinigung nachfolgen, aber damit ist die meiste Arbeit bereits getan.
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