Featured image of Qidi Plus5 vorgestellt: Neuer 3D-Drucker mit 18 % größerem Bauraum und 16 Filamenten Source: Qidi / All3DP
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Ein größerer Plus

Qidi Plus5 vorgestellt: Neuer 3D-Drucker mit 18 % größerem Bauraum und 16 Filamenten

Bild vonCarolyn Schwaar
Von Carolyn Schwaar
Aktualisiert am 6. Aug 2026

Im Vergleich zum Plus4 verfügt der geschlossene CoreXY-Drucker über eine leistungsstärkere Druckkammerheizung sowie Düsenkontakt-Nivellierung. Darüber hinaus bietet das Gerät eine Linearschiene auf der X-Achse, eine neue KI-Kamera-Erkennung und eine dreistufige Filterung.

  • Der Bauraum misst nun 320 × 320 × 300 mm. Das ist ein schöner Sprung gegenüber dem Plus4, der lediglich 305 × 305 × 280 mm bot.
  • Für 899 € enthält die Plus5 Combo eine Qidi Box für vier Spulen. Diese Box trocknet das Filament zudem bei Temperaturen von bis zu 65 °C.
  • Qidi gibt Geschwindigkeiten von 600 mm/s und einen Durchfluss von 40 mm³/s an. In den FAQs des Herstellers werden PLA und ABS jedoch auf einen Wert von rund 30 mm³/s begrenzt.
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Qidi hat soeben den Plus5 auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um einen großen, geschlossenen CoreXY-3D-Drucker, der auf dem Konzept des Plus4 aufbaut, anstatt alles über den Haufen zu werfen und neu anzufangen.

Die Plus5 Combo für 899 € enthält zusätzlich die Qidi Box für vier Spulen, die einen automatischen Filamentwechsel ermöglicht. Sie können bis zu vier Boxes anschließen, um mit 16 Filamenten zu drucken.

Beide Versionen werden als auf Lager geführt. Laut Qidi werden US-Bestellungen innerhalb von drei Werktagen nach der Bearbeitung aus dem dortigen Lager versandt.

Größer, aber kaum wuchtiger

Der Plus5 bietet mehr Platz als der Bauraum des Plus4 mit seinen 305 x 305 x 280 mm, und das bei fast gleichem Preis. Qidi spricht von einer 18-prozentigen Vergrößerung des Volumens ohne nennenswerten Zuwachs bei den Außenmaßen.

Der Drucker misst 500 x 488 x 558 mm und wiegt 29 kg. Ein stabiler Arbeitstisch ist also nach wie vor erforderlich.

Sein CoreXY-Bewegungssystem nutzt 9 mm breite Riemen, eine Linearschiene auf der X-Achse und zwei unabhängig voneinander angetriebene Z-Achsen-Gewindespindeln. Die Bauplatte kombiniert eine Aluminiumplattform, eine Silikonheizung und eine doppelseitig PEI-beschichtete Magnetfolie.

Eine aktive Kammerheizung mit 550 W erreicht 65 °C und soll eine um 38 % höhere Heizleistung bieten, während das aktive Kühlsystem für den Druckkopf laut Qidi dazu beiträgt, Wärmeentwicklung und Verstopfungen bei langen Druckaufträgen bei hohen Temperaturen zu reduzieren (Quelle: Qidi)

Das Hotend erreicht laut Hersteller 370 °C und wird mit einer 0,4-mm-Bimetalldüse geliefert. Ein Direct-Drive-Extruder mit Zahnrädern aus gehärtetem Stahl sorgt für die Filamentzufuhr.

Das Druckbett erreicht maximal 120 °C, während die aktiv beheizte Druckkammer auf 65 °C kommt. Qidi gibt PLA, PETG, ABS, ASA, TPU, Nylon, Polycarbonat, verstärkte Filamente und sogar PPS-CF als kompatibel an.

Zudem soll ein aktives Kühlsystem für den Druckkopf die sogenannte Wärmeausbreitung (Heat Creep) und Verstopfungen bei langen Drucken mit hohen Temperaturen reduzieren.

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Schnell, aber mit Einschränkungen

Qidi nennt Geschwindigkeiten von bis zu 600 mm/s, eine Beschleunigung von 20.000 mm/s² und wie beim Plus4 eine maximale Durchflussrate von 40 mm³/s. Die FAQs des Unternehmens rücken das jedoch etwas ins rechte Licht: Der High-Speed-Druck mit PLA und ABS ist in der Regel auf etwa 30 mm³/s begrenzt. Die tatsächliche Leistung hängt vom Filament, der Düse und den Schichteinstellungen ab.

Ein neuartiges automatisches Nivellierungssystem nutzt eine Wägezelle im Hotend, wodurch die Düse das Druckbett direkt abtasten kann.

Zu den weiteren Features zählen Input Shaping, ein Filament-Ende-Sensor, Wiederaufnahme nach Stromausfall, Zeitrafferaufnahmen und die Möglichkeit, bei einem Druck mit mehreren Teilen ein fehlgeschlagenes Objekt einfach zu überspringen. Für die Erkennung von verheddertem Filament wird allerdings die optionale Qidi Box benötigt.

Eine integrierte 1080p-Kamera unterstützt eine laut Qidi auf KI basierende Anomalieerkennung. Das Unternehmen erklärt jedoch nicht genau, welche Fehler damit erkannt werden können.

Der Plus5 verfügt außerdem über einen 4-Zoll-Touchscreen, 32 GB eMMC-Speicher, USB, WLAN, Ethernet und eine RGB-Statusleuchte. Er läuft mit Klipper und unterstützt Qidi Studio, OrcaSlicer sowie PrusaSlicer.

Bis zu 16 Filamente

Jede Qidi Box fasst vier Spulen und kann automatisch zwischen diesen wechseln. Die Box fungiert auch als 65 °C heißer Trockner und kann auf eine frische Spule umschalten, sobald das Filament aufgebraucht ist.

Eine Box ist in der 899 € teuren Combo enthalten, wobei Qidi darauf hinweist, dass diese separat vom Drucker verschickt wird.

Der Plus5 nutzt eine dreistufige Filterkartusche, bestehend aus einem G3-Vorfilter, einem H12-HEPA-Filter und Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Qidi gibt an, dass das System 99,5 % der Staubpartikel auffängt.

Der Drucker ist zudem mit einer Closed-Loop-Temperaturüberwachung und einer flammhemmenden Druckkammer ausgestattet. Qidi empfiehlt, an der Rückseite, den Seiten und der Oberseite des Geräts ausreichend Platz für Belüftung und Kühlung freizulassen.

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Technische Daten des Qidi Tech Plus5

Antriebssystem CoreXY
Bauraum 320 × 320 × 300 mm
Maximale Druckgeschwindigkeit 600 mm/s
Maximale Düsentemperatur 370 °C
Maximale Betttemperatur 120 °C
Maximale Kammer-Temperatur 65 °C
Kammerheizung 500 W aktive Kammerheizung
Bettnivellierung Automatische, düsenbasierte Abtastung mit integrierter Wägezelle
X-Achsen-Bewegung Linearführung
CoreXY-Riemen 9 mm breite 1,5GT-Riemen
Kalibrierung und Bewegungssteuerung Automatische Bettnivellierung und Eingangsformung
Kamera 1080p-Überwachungskamera mit KI-gestützter Fehlererkennung
Luftfilterung G3-Vorfilter, H12-HEPA-Filter und Aktivkohlefilter
Slicer-Kompatibilität Qidi Studio, OrcaSlicer und PrusaSlicer
Mehrfarbendruck Optionale Qidi Box; vier Farben oder Materialien pro Gerät und bis zu 16 bei vier miteinander verbundenen Geräten
Filamenttrocknung Bis zu 65 °C mit der optionalen Qidi Box

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Über den Autor:
Carolyn is All3DP’s senior editor and a journalist with 25+ years covering business and technology. Passionate about making tech accessible, her work also appears on Forbes.com.
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