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Kompaktes Laser-Pulverbett-Fusionssystem

Metall-3D-Druck für Werkstätten: Was kann der GLB DP-C1 eigentlich machen?

Bild vonCarolyn Schwaar
Von Carolyn Schwaar
Aktualisiert am 23. Jun 2026

Das kompakte Laser-Pulverbett-Fusionssystem wird als verbraucherfreundlicher, garagentauglicher Metall-3D-Drucker stark angepriesen. Sein Preis, der Bauraum, die Sicherheitsvorkehrungen sowie die Nachbearbeitungsanforderungen bleiben jedoch hinter einer Wand aus KI-generierten Bildern verborgen.

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Der chinesische Hersteller von Anlagen für die metallische additive Fertigung, Global Laser Box (GLB), hat den DP-C1 angekündigt – einen superkompakten Metall-3D-Drucker, der laut eigenen Angaben für Endverbraucher, Maker, Schulen und kleine Individualisierungsunternehmen entwickelt wurde.

Das Unternehmen gibt an, dass Nutzer in der Lage sein werden, personalisierten Schmuck, Dekorationsobjekte, kleine mechanische Bauteile, Auto- und Motorradzubehör, Campingausrüstung, Angelzubehör sowie Bildungsprojekte herzustellen. Die Maschine wird zudem für den Schulungsbetrieb in Klassenräumen und die leichte kommerzielle Produktion beworben.

Der Drucker soll Ende dieser Woche auf der Global Consumer Electronics Expo im chinesischen Shenzhen sein öffentliches Debüt feiern. Bislang sind die einzigen öffentlichen Informationen auf Chinesisch und werden von KI-Bildern begleitet. Doch selbst als Konzept ist es zu faszinierend, um es einfach abzutun. Werfen wir einen Blick auf den Drucker, der die sprachgesteuerte, KI-gestützte Laser-Pulverbett-Fusion direkt in Ihre Garage bringen will.

Scheinbar KI-generierte Grafik, die Metallteile darstellt, die mit dem kompakten 3D-Drucker GLB DP-C1 für die Laser-Pulverbettfusion potenziell hergestellt werden könnten (Quelle: GLB)

Der Druckerhersteller, in China als Jiangsu Global Laser Box Digital Technology bekannt, aber auf Englisch öffentlich als Global Laser Box oder GLB bezeichnet, bietet bereits eine Reihe industrieller Laser-Pulverbett-Fusionssysteme an. Der DP-C1 scheint dieses Portfolio in eine neue, ausdrücklich verbraucherorientierte Kategorie zu erweitern – ein bedeutender Schritt für die Laser-Pulverbett-Fusion über ihr übliches industrielles Umfeld hinaus.

GLB beschreibt den DP-C1 als „KI-Metall-3D-Drucker für Endverbraucher“ und gibt an, dass er die finanziellen und technischen Hürden der metallischen additiven Fertigung senkt.

Das Unternehmen hat bisher weder den Preis, den Bauraum, die Installationsanforderungen noch das Pulverhandhabungssystem des DP-C1 bekannt gegeben, das ihn vermutlich für Haushalte und normale Werkstätten geeignet machen würde. Derzeit erfordert die Arbeit mit LPBF in der Regel eine sorgfältige Erdung, Belüftung, eine Schutzgasumgebung, persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie Verfahren zur Vermeidung von Metallpulver-Exposition, Feuer und Explosionen. Die Druckkammer arbeitet im Allgemeinen unter Inertgas, während die fertigen Bauteile oft Entpulverung, das Entfernen der Stützstruktur, Wärmebehandlung, maschinelle Bearbeitung oder Oberflächenveredelung erfordern.

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Ein verbraucherorientierter Ansatz für einen industriellen Prozess

Laut GLB können Verbraucher nun zu Hause Metall für Hobbyprojekte im 3D-Druck herstellen (Quelle: GLB)

Die Laser-Pulverbett-Fusion, bei der ein Laser gezielt Schichten von feinem Metallpulver aufschmilzt, kann dichte, komplexe Metallteile erzeugen, wird jedoch normalerweise in kontrollierten industriellen Umgebungen durchgeführt. Dennoch erweitert sich das Größenspektrum dieser Maschinen seit Jahren: kleinere Maschinen auf der einen Seite und viel größere auf der anderen. Die Nutzung zu Hause ist jedoch neu.

Laut GLB misst der DP-C1 500 × 515 × 830 mm und verfügt über einen proprietären luftgekühlten 300-W-Faserlaser. GLB gibt an, dass der Verzicht auf ein herkömmliches wassergekühltes Lasersystem dazu beigetragen hat, die Größe, den Energieverbrauch und die mechanische Komplexität des Druckers zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile Laserleistung aufrechtzuerhalten.

Der Hersteller beabsichtigt zudem, den Laser separat an andere Ausrüstungshersteller zu verkaufen, was nach eigenen Angaben die Entwicklung weiterer kompakter Metall-3D-Drucker fördern könnte.

Edelstahl ist das einzige Material, das in der Ankündigung genannt wird. Es gibt auch keine Angaben zur Schichtdicke, Laserspotgröße, Scangeschwindigkeit, Maßgenauigkeit, Bauteildichte oder zu mechanischen Eigenschaften, aber wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald die Spezifikationen verfügbar sind.

KI-Tools zur Senkung der Modellierungshürden

Der DP-C1, der diese Woche auf der Global Consumer Electronics Expo in Shenzhen, China, vorgestellt werden soll, verfügt laut Angaben des Unternehmens über eine firmeneigene Software, die Sprachbefehle oder Bilder in 3D-gedruckte Metallteile umwandelt (Quelle: GLB)

Hier wird das neue Angebot richtig interessant. GLB legt großen Wert auf die Software des DP-C1. Das Unternehmen gibt an, dass der Drucker vier KI-gestützte Möglichkeiten zur Modellerstellung beinhalten wird: Bild-zu-3D-Konvertierung, 2D-zu-3D-Konvertierung, textbasierte Modellierung und sprachgesteuerte Modellierung.

In einem vorgeschlagenen Workflow könnten Anwender ein Objekt fotografieren und von der Software ein dreidimensionales Modell erstellen lassen, bevor es durch Cloud-basiertes Slicing für den Druck vorbereitet wird.

Logos, Skizzen, Illustrationen und andere zweidimensionale Designs könnten angeblich in erhabene oder vollständig dreidimensionale Objekte umgewandelt werden. Text- und Sprachbefehle könnten verwendet werden, um individuelle Plaketten, Ornamente, Schilder und ähnliche Produkte zu generieren.

Das Unternehmen erklärt, dass die Software eine automatisierte Kette schafft, die „Erstellung, Modellierung, Slicing und Druck“ umfasst.

Bislang wurde weder eine unbearbeitete Demonstration dieser Tools zur Verfügung gestellt, noch erklärt, welche Funktionen lokal ausgeführt werden und welche von Cloud-Diensten abhängig sind. Details zu unterstützten Sprachen, Abonnementgebühren, Dateieigentum, Datenschutz und dem erforderlichen Maß an manuellen Eingriffen fehlen ebenfalls.

Die Geometrieerzeugung ist nur ein Teil der Vorbereitung eines Modells für die Laser-Pulverbett-Fusion. Die Bauteile können Ausrichtungsänderungen, Stützstrukturen, Überprüfungen der Mindestwandstärke, Bearbeitungszugaben und Modifikationen zur Reduzierung von Verzug oder eingeschlossenem Pulver erfordern. GLB hat nicht mitgeteilt, ob seine Software diese Fertigungseinschränkungen automatisch bewältigt.

Der DP-C1 enthält angeblich eine Software zur dynamischen Pfadoptimierung und Fehlerkorrektur, die die Lasertrajektorien anpassen und Abweichungen während des Drucks kompensieren soll. GLB gibt an, dass diese Funktionen Warping, Hohlräume und andere Defekte reduzieren können, genau wie bei Maschinen in Industriegröße.

Modelle und eine Maker-Community

Zusammen mit dem Drucker entwickelt GLB nach eigenen Angaben eine Online-Community namens IronNova und eine Modellbibliothek namens „Creative Workshop“. Die Bibliothek wird mehr als 10.000 Designs für den Metalldruck zur Verfügung stellen.

GLB hat noch keinen Listenpreis, Bestelldatum, Versandzeitplan, Garantie, Servicenetzwerk oder die erwartete Verfügbarkeit außerhalb Chinas bekannt gegeben. Auch zu den elektrischen Anforderungen der Maschine, dem Inertgasverbrauch, dem Filtersystem, der Sauerstoffüberwachung, der Geräuschentwicklung, Zertifizierungen oder Installationsbeschränkungen wurden keine Angaben gemacht.

Diese Details werden letztendlich darüber entscheiden, ob der DP-C1 ein realistisches, aber ungewöhnlich kompaktes Laser-Pulverbett-Fusionssystem mit ehrgeizigem Verbraucherfokus darstellt. Ob Verbraucher ihn sicher, erschwinglich und praktisch bedienen können, bleibt die zentrale, noch unbeantwortete Frage.

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Über den Autor:
Carolyn is All3DP’s senior editor and a journalist with 25+ years covering business and technology. Passionate about making tech accessible, her work also appears on Forbes.com.
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