Dieser Laser-Metalldrucker wiegt 140 kg und stellt hohe Anforderungen an die Umgebung. Für den Betrieb benötigt er 6 kW Drehstrom. Außerdem erfordert das Gerät den Umgang mit reaktivem Metallpulver, eine Inertgasspülung und dedizierte Nachbearbeitung.
Kings 3D ist eigentlich eher für riesige, raumfüllende Resin- und Pellet-Drucker bekannt. Nun vermarktet das Unternehmen sein neuestes System für die Metall-Laser-Pulverbettfusion (LPBF) als „Desktop“-Metalldrucker. Dennoch handelt es sich dabei ganz klar um Industrieanlagen.
Mit der neuen DiMetal 100 schließt sich Kings einer ganzen Reihe von Herstellern an, die die Metall-LPBF-Technologie miniaturisieren wollen, wie etwa Global Laser Box mit dem DP-C1, Scrap Labs mit dem Scrap 1 und Mastrex mit dem MX100. Dieser kompakte Drucker richtet sich gezielt an Dentallabore, Forschungseinrichtungen und die Kleinserienproduktion von Metallteilen.
Die schärfsten Konkurrenten dürften die bekannten chinesischen Marken sein. Firmen wie HBD (mit der 150D), E-Plus3D (EP-M150) und Farsoon (FS121M) haben mit ihren Desktop-Maschinen ebenfalls den Dentalbereich im Visier.
Die DiMetal 100 stellt für Kings einen bemerkenswerten Maßstabswechsel dar. Dem westlichen Publikum ist das Unternehmen wahrscheinlich eher durch seine sehr großen Industriedrucker ein Begriff. Das Portfolio von Kings umfasst SLA-Resin, SLS-Polymerpulver, MPBF-Metall, Filamentextrusion und großformatige Systeme für die Verarbeitung von geschmolzenem Granulat. Zu den größten Maschinen gehört die SLA 2700 Pro mit einem Druckbereich von 2.700 × 900 × 800 mm. Zudem produziert Kings tonnenschwere Pellet-Extrusionssysteme für Formen, Werkzeuge, Möbel und Skulpturen.

Die Maschine misst 690 × 720 × 1.000 mm und wiegt 140 kg. Sie kombiniert einen Bauraum mit 120 mm Durchmesser und 100 mm Höhe mit einem 300-W-Faserlaser. Die Scangeschwindigkeiten betragen bis zu 7 m/s bei Schichthöhen zwischen 20 und 100 Mikrometern. Zu den kompatiblen Materialien zählen Edelstahl, Kobalt-Chrom, Titanlegierungen und Werkzeugstahl. Auf der Formnext 2025 in Frankfurt präsentierte Kings die SLA 1000 Pro, die kompakte SLS P260 Pro und die FGF 1800 Pro. Letztere bietet einen Bauraum von 1.800 × 1.200 × 1.100 mm und wiegt 1.300 kg – im Vergleich dazu wirkt die DiMetal-100 geradezu winzig.
Der Begriff „Desktop“ beschreibt jedoch eher die Stellfläche der DiMetal-100 als ihre Zugänglichkeit. Das System benötigt bis zu 6 kW Drehstrom. Darüber hinaus erfordert der Betrieb den Umgang mit reaktiven Metallpulvern, Inertgas, Filtration, Pulverhandling, Bauteilentnahme und Nachbearbeitung. Die Maschine mag für ein entsprechend ausgestattetes Dental- oder Forschungslabor geeignet sein. Im Gegensatz zu Desktop-Polymerdruckern ist sie jedoch definitiv nicht für Hobbyisten oder herkömmliche Werkstätten gedacht.
Preise und Verfügbarkeit für den Export wurden noch nicht bekannt gegeben. Die DiMetal-100 fehlt derzeit im englischsprachigen Katalog von Kings. Das Unternehmen vertreibt jedoch international eine ähnliche 140 kg schwere Maschine der M100-Serie und nimmt Anfragen von Kunden weltweit entgegen. Käufer außerhalb Chinas müssen daher Verfügbarkeit, Zertifizierung, Installation und lokalen Support direkt mit Kings 3D klären.
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