Die neue HX-Linse von Hybex nutzt dieselbe Carbon DLS 3D-Drucktechnologie, die auch beim Adidas 4DFWD zum Einsatz kommt, und verfügt über eine patentierte netzartige Struktur namens "Helix", die nach Angaben des Unternehmens die Energierückgabe maximieren soll.
Das japanische Startup Hybex ist offiziell in den Markt für Hochleistungs-Laufschuhe eingetreten — mit dem HX Lens, einem 3D-gedruckten Herausforderer des branchenführenden Adidas 4DFWD Laufschuh. Während die meisten Laufschuhe weiterhin auf herkömmlichen Schaumstoff setzen, verwendet der HX Lens eine patentierte Zwischensohle aus einem „Helix-Metamaterial“, das den vertikalen Aufprall beim Auftreten mechanisch in Vorwärtsantrieb umwandeln soll. Interessanterweise greifen sowohl Hybex als auch Adidas für die Herstellung auf dieselbe geheime Waffe zurück: das im Silicon Valley ansässige Unternehmen Carbon mit seiner proprietären Digital Light Synthesis (DLS)-Resintechnologie.
Der Laufschuh HX Lens führt die patentierte „Helix-Metamaterialstruktur“ des Unternehmens ein, die darauf abzielt, Aufprallkräfte beim Auftreten in Vorwärtsbewegung umzuwandeln.
Laut Hybex können herkömmliche Laufschuhsohlen beim Bodenkontakt einen energiezehrenden „Brems“-Effekt erzeugen. Der HX Lens begegnet diesem Problem mit einer 3D-gedruckten Gitterstruktur, die sich beim Aufprall zusammendrückt und gleichzeitig nach vorn dreht. Diese Bewegung soll vertikale Aufprallkräfte in horizontale Bewegung umlenken und so einen gleichmäßigeren Vortrieb im Laufschritt erzeugen. Einen ähnlichen Anspruch erhebt auch Adidas für seinen 4DFWD-Schuh.
Der 4DFWD, der 2021 auf den Markt kam, ist Teil der umfassenderen Adidas-4D-Plattform. Obwohl Adidas keine spezifischen Verkaufszahlen für das Modell 4DFWD veröffentlicht, ist bekannt, dass insgesamt bereits Millionen von 4D-Zwischensohlen produziert wurden – was weltweit mehreren Millionen Paar Schuhen entspricht.

Wie beim 4DFWD verfügt der HX Lens über eine Zwischensohle, die mit der DLS-Resin-Additive-Fertigungstechnologie von Carbon hergestellt wird. Der Prozess verwendet proprietäre Materialien, um elastomere Gitterstrukturen zu erzeugen, die sich für Hochleistungsprodukte wie Sportschuhe eignen. Carbon beschreibt den Ansatz als Möglichkeit für Hersteller, hochdetaillierte Gittergeometrien zu fertigen, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur schwer realisierbar wären.
Das Design dieser komplexen Strukturen erfolgt typischerweise mit Carbons Software Design Engine, die Gittergeometrien innerhalb eines Produktentwurfs erzeugt und anpasst. Die Software ermöglicht es Ingenieuren, Gitterstrukturen in ein Solid-Modell zu integrieren und Parameter anzupassen, um spezifische mechanische Eigenschaften in verschiedenen Bereichen des Bauteils zu erreichen.
Beim HX Lens ermöglicht dieser Fertigungs- und Design-Workflow dem Helix, sowohl strukturelle Steifigkeit als auch schnelles Zurückfedern zu bieten, so das Unternehmen. Die Gitterstruktur stabilisiert den Fuß vom ersten Bodenkontakt bis zum Abstoßen der Zehen und erhält gleichzeitig die vorwärtsrotierende Kompression, die das Antriebskonzept des Schuhs definiert.
Mit dem offiziellen Launch des Schuhs positioniert Hybex seine Kombination aus japanischer Strukturtechnik und Carbon-Fertigungstechnologie als neuen Ansatz für Performance-Schuhe.
Der HX Lens ist derzeit in Schwarz über den offiziellen Hybex-Shop erhältlich.
Lizenz: Der Text von "Ein neuer Rivale für Adidas? Japanisches Startup setzt auf fortschrittliche Antriebstechnologie mit 3D-Druck" von All3DP Pro unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.