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Anycubic Kobra X: Schluss mit externen Filamentfächern dank vollständig integriertem Farbwechsel

Bild vonMatthew Mensley
Von Matthew Mensley
Aktualisiert am 16. Dez 2025

Neue Details zur kommenden Kobra X von Anycubic zeigen, dass das Unternehmen den Mehrfarbendruck mit nur einer Düse neu definieren will – mit höherer Zuverlässigkeit beim Einsatz mehrerer Materialien und verbesserter Effizienz.

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In den letzten zwei Jahren stand „Mehrfarbendruck“ im Desktop-3D-Druck meist für den Kauf eines Druckers plus einer separaten Filamentbox.. Das Herzstück des Kobra X-Vorschlags ist die von Anycubic so genannte „ACE GEN2“-Architektur. Im Gegensatz zu den derzeitigen externen Filamentwechslern (wie z. B. dem ACE Pro von Anycubic für die Drucker Kobra 3 und S1), wird der Farbwechsel beim Kobra X intern durchgeführt. Das Unternehmen behauptet, dass dies den nativen Vierfarbendruck ohne eine externe Multimaterialeinheit zum Entfernen und Zuführen des Filaments ermöglicht.

Wenn die Implementierung wie angekündigt funktioniert, wird sie ein besonderes Ärgernis externer Filamentfächer lösen: Abfall. Anycubic behauptet, dass durch die Verlegung des Schaltmechanismus näher an die Aktion — innerhalb des Druckkopfs — der Spülweg auf nur etwa 30 mm verkürzt wird. Nach Angaben des Unternehmens wird dadurch der beim Filamentwechsel anfallende Spülabfall reduziert und die Fahrtzeit für den Farbwechsel im Vergleich zum Kobra 3 V2-Drucker des Unternehmens um etwa 80 % verringert.

Interessanter als der Farbwechsel ist vielleicht die Auswirkung auf den Multimaterialdruck. Ein-Düsen-Systeme haben oft Probleme, wenn es darum geht, starre und flexible Filamente zu mischen, vor allem weil die Zuführung weicherer Materialien über externe Filamentwechsler oft nicht möglich ist. Der Kobra X Extruder passt den Zuführungsdruck an und soll so die Unterschiede zwischen harten und weichen Materialien und deren Zuführung in das Hotend ausgleichen. Im Datenblatt wird ausdrücklich die Unterstützung für den Druck von PLA mit TPU oder PVA aufgeführt, eine Funktion, die bisher eher die Domäne von 3D-Druckern mit Doppelextrusion und Werkzeugwechslern als von Druckern mit einer Düse war.

Der Kobra X Druckkopf, einschließlich des ACE Gen2, bringt einige Innovationen für Anycubic mit sich, darunter Schnellwechseldüsen und eine Extruderspannung mit dynamischer Anpassung (Quelle: Anycubic)

Die Maschine ist so aufgebaut, dass sich die vier Spulen oben auf dem Portal befinden. Anycubic behauptet, dass dies nicht nur der Lagerung dient. Diese als „Massenbeladung“ bezeichnete Strategie soll die Resonanzfrequenzen verändern und unerwünschte Vibrationen reduzieren. Ob das Beladen der Struktur mit mehreren Kilo Kunststoff tatsächlich die Stabilität verbessert und nicht schadet, kann nur die Praxis zeigen. Objektiv gesehen gibt es einen klaren Vorteil: Der Weg des Filaments zum Druckkopf wird gerade gehalten. Das ist vor allem bei Drucken mit flexiblen Filamenten sinnvoll, die sich sonst auf dem langen, gekrümmten Weg durch die Führungsrohre dehnen oder stauen könnten.

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In Bezug auf die Standarddaten entspricht die Kobra X dem aktuellen Archetyp eines schnellen Bed-Slinger-Druckers: ein Bauvolumen von 260 x 260 x 260 mm, eine maximale Geschwindigkeit von 600 mm/s (eher 300 mm/s) und ein Schnellwechseldüsensystem, das auf 300 °C aufgeheizt werden kann. Außerdem verfügt sie über das Bettnivelliersystem „LeviQ 3.0“ von Anycubic, das ein 49-Punkte-Netz abbildet, um die Konsistenz der ersten Schicht zu gewährleisten.

Anycubic behauptet, dass mit der Kobra X bis zu 19 Farben gedruckt werden können, wobei vier ACE Pro-Geräte an einen der Filamentpfade angeschlossen sein sollen und drei für spezielle Materialien frei bleiben (Quelle: Anycubic)

Obwohl das Basisgerät vier Farben verarbeiten kann, weist Anycubic darauf hin, dass Benutzer diese Anzahl durch Hinzufügen externer ACE Pro-Module auf bis zu 19 Farben erweitern können, was die Reinheit des „keine externen Fächer“ etwas untergräbt, aber es ist schön, eine Option zu haben. Diese Erweiterung auf mehr Filamente scheint einer ähnlichen Logik zu folgen wie die, die Bambu Lab mit seiner neuen H2C-Maschine anbietet. Sie ermöglicht es, mehrere Boxen in einen Filamentpfad einzulegen und den anderen (im Fall der Kobra X drei weitere) für bestimmte individuelle Filamente zu reservieren.

Der Preis des Kobra X wurde noch nicht bekannt gegeben, aber ein Countdown auf der Website des Unternehmens zeigt den 22. Dezember als Tag der Markteinführung an.

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Über den Autor:
Matthew Mensley is a senior editor at All3DP with nine years covering consumer 3D printing hardware. He writes news, reviews, and buying guides with the clarity of someone who's seen enough hype cycles to know which ones to take seriously.
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