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Automatisierte Nachbearbeitung

Schluss mit Engpässen in der Nachbearbeitung: AM Solutions M1 automatisiert vier Finishing-Schritte in nur einer Maschine

Bild vonCarolyn Schwaar
Von Carolyn Schwaar
Aktualisiert am 13. Feb 2026

Vom Entgraten bis zum Polieren: Das aufgerüstete, kompakte M1-System ersetzt manuelle Arbeit durch gleichzeitige Oberflächenbehandlungen – und nimmt damit eines der größten Hindernisse der additiven Serienfertigung ins Visier.

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Die Nachbearbeitung ist nach wie vor der kostspieligste Engpass in der additiven Fertigung, da sie oft mehr Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt als der 3D-Druckprozess selbst. Obwohl die Leistung von Druckern in die Höhe geschnellt ist, erfolgt die Nachbearbeitung – mit Ausnahme einiger automatisierter Systeme – nach wie vor manuell. Das in Deutschland ansässige Unternehmen AM Solutions (eine Marke der Rösler-Gruppe) ist einer der Marktführer und hat gerade sein neu gestaltetes M1-System vorgestellt, eine kompakte Maschine, die das Glätten, Polieren, Schleifen und Entgraten von Polymeren und Metallen in einem einzigen, mehrstufigen Arbeitsablauf automatisieren kann.

Nach Angaben des Unternehmens ersetzt das aktualisierte System die bisherige M1 Basic und bietet neue Verbesserungen in Bezug auf Arbeitsablauf, Prozessstabilität und Automatisierung.

Die M1 ist als flexible Nachbearbeitungslösung positioniert und kombiniert Nachbearbeitungsmenüs in einer einzigen Maschine. Sie unterstützt Teile bis zu 550 × 150 × 130 mm, einzeln oder in kleinen Chargen, und verfügt über ein Splittersystem, mit dem bis zu drei Endbearbeitungsschritte gleichzeitig ohne Medienwechsel durchgeführt werden können.

„Die erste M1 Basic hat bewiesen, wie leistungsfähig das Gleitschleifen für Additive sein kann“, sagt Colin Spellacy, Vertriebsleiter bei AM Solutions in Großbritannien. „Aber unsere Kunden fragten nach mehr Flexibilität, besserer Ergonomie und noch mehr Stabilität im Prozess. Die neue M1 ist unsere Antwort darauf. Sie verwandelt das, was früher eine Einstiegslösung war, in ein fortschrittliches Produktionswerkzeug.“

AM Solutions hat noch keinen Preis für die aktualisierte M1 bekannt gegeben, aber die Basis-M1 wurde für rund 32.000 US-Dollar verkauft.

Beseitigung des Engpasses bei der Endbearbeitung in der additiven Fertigung

AM Solutions positioniert die M1 als Brücke zwischen Einstiegslösungen für die Nachbearbeitung und vollständig automatisierten Industrielinien. Die neu gestaltete Prozesswanne des Systems verfügt über Endseitenprofilierung und zusätzliche Trennwände, wodurch mehrstufige Finish-Rezepte in einem einzigen Setup möglich werden. Ein neues Separationskonzept verlagert die Trennung von Strahlmittel und Bauteilen auf einen dedizierten Materialwagen, was die Handhabungseffizienz und den Gesamtdurchsatz verbessert.

Das System verfügt außerdem über einen Frischwasseranschluss, der mit dem Keramo-Finish®-Prozessmedium von AM Solutions kompatibel ist und Oberflächen mit höherer Qualität ermöglicht. Die Anwender können je nach Prozessanforderungen entweder geschlossene Wasserkreisläufe oder Frischwasserbetrieb nutzen.

„Für viele AM-Anwender ist der wahre Engpass nicht der Druck, sondern die Endbearbeitung“, fügt Spellacy hinzu. „Mit der Wiedereinführung der M1 bieten wir ihnen eine robuste, wiederholbare und wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, Rohbauteile in marktreife Produkte zu verwandeln, ohne dass sie gleich zu einer großen, vollautomatischen Linie wechseln müssen. Damit schließen wir die Lücke zwischen F&E und industrieller Produktion.“

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Kompaktes Design für parallele AM-Systeme

Trotz seiner erweiterten Fähigkeiten behält der M1 eine kompakte Grundfläche und ein mobiles Design bei. Dank Plug-and-Play-Integration, niedrigem Geräuschpegel und integriertem Absetzbecken kann sie direkt neben 3D-Druckern platziert oder in bestehende Fertigungszellen integriert werden. Das System verfügt außerdem über eine moderne HMI-Schnittstelle mit automatischer Prozesssteuerung über eine SPS, die die Wiederholbarkeit sicherstellt und Bedienereingriffe reduziert.

Dieser Ansatz spiegelt einen zunehmenden Trend in der Branche zu modularen und skalierbaren Nachbearbeitungslösungen wider, die sich mit den Produktionsanforderungen weiterentwickeln können. Anstatt sofort in große Nachbearbeitungslinien zu investieren, können Hersteller kleinere Systeme einführen und schrittweise ausbauen.

Erweiterung der skalierbaren Finishing-Optionen

Die Einführung der M1 unterstreicht die Strategie von AM Solutions, skalierbare Nachbearbeitungstechnologien für verschiedene Produktionsstufen anzubieten. Das Unternehmen, das zur Rösler-Gruppe gehört, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Serienfertigung und im Strahlen in verschiedenen Branchen.

Da sich die additive Fertigung immer mehr in Richtung Serienproduktion bewegt, wird eine zuverlässige und automatisierte Nachbearbeitung immer wichtiger. Systeme wie das von M1 zielen darauf ab, die professionelle Oberflächenbearbeitung zugänglicher zu machen, insbesondere für Unternehmen, die den Übergang vom Prototyping zur Klein- und Mittelserienproduktion vollziehen.

Mit zunehmender Reife der additiven Fertigung könnten Verbesserungen in der Nachbearbeitungsautomatisierung – und nicht nur die Druckgeschwindigkeit – eine entscheidende Rolle bei der breiteren industriellen Einführung spielen.

Über den Autor:
Carolyn is All3DP’s senior editor and a journalist with 25+ years covering business and technology. Passionate about making tech accessible, her work also appears on Forbes.com.
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