Mit der zunehmenden Reife des Arbeitsmarktes in der additiven Fertigung legen Unternehmen mehr Wert auf spezifische Funktionen und produktionsnahe Kompetenzen als auf allgemeines AM-Wissen, was zu einem Überangebot an Fachkräften und einem Mangel an offenen Stellen führt.
Der globale Sektor der additiven Fertigung (AM) tritt in eine neue Phase ein, die durch stetiges Wachstum, industrielle Akzeptanz und eine Verlagerung hin zu produktionsorientierten Anwendungen gekennzeichnet ist, so der aktuelle Additive Manufacturing Salary Survey Report 2026 von Alexander Daniels Global. Zwar gibt es Anzeichen für eine starke Expansion in der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungssektor und etwas weniger in der Medizin- und Automobilbranche, doch stellt der Bericht fest, dass sich die Zahl der Neueinstellungen deutlich verlangsamt hat – und der Wettbewerb um offene Stellen ein Rekordniveau erreicht hat.
Nach Jahren der raschen Innovation und des Enthusiasmus für Hardware ist der AM-Markt nun durch operative Reife und kontrollierte Skalierbarkeit gekennzeichnet. Dienstleistungen und Werkstoffe haben die Hardware als die am schnellsten wachsenden Umsatzsegmente überholt und profitieren von den Bemühungen um eine Verlagerung der Produktion und der gestiegenen Nachfrage nach Serienfertigung.
"Die diesjährigen Daten zeigen, dass auf jede Stelle in der additiven Fertigung (AM) weltweit 154 Fachkräfte kommen. Die Veränderung spiegelt ein langsameres Einstellungstempo und einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt wider, da die Unternehmen vorsichtiger skalieren und die Bindung von Talenten hoch bleibt." - Alexander Daniels Global
Der Arbeitsmarkt stellt jedoch sowohl für Neueinsteiger als auch für erfahrene Fachkräfte eine größere Herausforderung dar. Bis zum Jahr 2025 werden der Studie zufolge weltweit 154 AM-Fachleute auf jede offene Stelle kommen, was auf langsamere Neueinstellungen und zunehmende Mitarbeiterbindung zurückzuführen ist. Die regionalen Zahlen zeigen den gleichen Trend, wobei das Verhältnis von Bewerbern zu offenen Stellen erreicht wird:
Der Bericht beschreibt die Verschiebung als einen Wechsel von „Talentknappheit zu Opportunitätsknappheit“, da die Unternehmen eher Ersatzeinstellungen und interne Weiterbildungsmaßnahmen als eine größere Erweiterung der Belegschaft bevorzugen.

Was die Nachfrage anbelangt, so wird erwartet, dass Produktionsfunktionen im Jahr 2026 bei den Einstellungen dominieren werden. 75 Prozent der Unternehmen planen, in diesem Bereich zu expandieren. Berufe wie Maschinenbediener, Techniker und Qualitätsprüfer profitieren vom Übergang des Sektors vom Prototypenbau zur Serienfertigung. Auch in den Bereichen Vertrieb, Anwendungstechnik und Beratung werden weiterhin Mitarbeiter eingestellt, was auf die zunehmende Akzeptanz der Technologie und den Bedarf der Kunden zurückzuführen ist.
Trotz der angespannten Einstellungslage scheint die Zufriedenheit mit der Bezahlung stabil zu sein. 74,3 % der Fachkräfte halten ihre Bezahlung für angemessen, und die Mehrheit gibt an, dass die Gehälter im AM-Sektor im Großen und Ganzen mit denen in anderen Sektoren vergleichbar sind. Der Druck der Lebenshaltungskosten und die gestiegene Arbeitsbelastung sind weiterhin die Hauptfaktoren für diejenigen, die sich unterbezahlt fühlen.
Mit Blick auf die Zukunft deutet der Bericht auf ein reiferes und selektiveres AM-Ökosystem hin, das durch den anhaltenden Arbeitskräftemangel in der Fertigung und die zunehmende industrielle Nutzung additiver Verfahren unterstützt wird. Obwohl der Sektor weiter expandieren wird, deutet der Wettbewerb um Stellen darauf hin, dass die nächste Wachstumsphase vor allem erfahrenen Bedienern, Ingenieuren und Produktionsspezialisten zugute kommen wird.

Mit der Reifung des Sektors der additiven Fertigung müssen sich Fachkräfte auf einen zunehmend wettbewerbsorientierten und selektiven Arbeitsmarkt einstellen. Da es vor allem in Regionen wie EMEA und Nordamerika mehr Talente als verfügbare Stellen gibt, müssen Arbeitssuchende ihre Fähigkeiten verbessern, um sich in einem überfüllten Feld abzuheben.
Indem sie sich auf diese strategischen Bereiche konzentrieren, können AM-Fachleute sich besser auf dem sich entwickelnden Arbeitsmarkt zurechtfinden, sich an den Prioritäten der Arbeitgeber orientieren und sich für ein langfristiges Karrierewachstum in diesem Sektor positionieren.
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Lizenz: Der Text von "154 Bewerber pro Stelle: Warum die Beherrschung des 3D-Drucks keinen Arbeitsplatz mehr garantiert" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.