Beenden Sie Verzug und reduzieren Sie den Geräuschpegel, ohne Ihr Budget zu sprengen, indem Sie ein professionelles Gehäuse für Ihren 3D-Drucker für weniger als 100 € bauen.
Stoppen Sie Warping, halten Sie Dämpfe zurück und reduzieren Sie den Geräuschpegel für etwa 60 €. Während professionelle Gehäuse für 3D-Drucker mehrere hundert Euro kosten können, hat die Maker-Community eine legendäre Alternative entwickelt: den einfachen IKEA Lack Beistelltisch für 8,99 €, der die ideale Größe für die meisten Desktop-3D-Drucker bietet. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie eine professionelle Arbeitsstation bauen, die anspruchsvolle Filamente wie ABS besser kontrollierbar macht, Dämpfe einschließt und in jedem Raum gut aussieht, und das alles, ohne Ihr Budget zu sprengen.
Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Bau eines kostengünstigen Drucker-Gehäuses mit dem IKEA Lack Beistelltisch, etwas Plexiglas, einigen 3D-gedruckten Halterungen zur Befestigung sowie weiterem Zubehör, das Ihre Druckumgebung benötigt.
Zusätzlich finden Sie Links zu Beispielprojekten, damit Sie leichter entscheiden können, welches Design am besten zu Ihrem Drucker passt. Ganz gleich, ob Sie lediglich einen einfachen Staubschutz oder eine technisch anspruchsvolle Arbeitsstation suchen – dieser kostengünstige Hack ist die ideale Möglichkeit, die Qualität Ihrer Drucke zu verbessern, ohne Ihr Konto zu belasten.
Brauchen Sie wirklich ein DIY-Gehäuse?
Die kurze Antwort: Das hängt von Ihrem Drucker und Ihren Anforderungen ab.
Vor einigen Jahren waren die meisten Hobbygeräte noch offene „Bed-Slinger“, und erschwingliche geschlossene Drucker waren selten. Heute werden viele Geräte der Mittelklasse bereits vollständig geschlossen ausgeliefert.
Ein DIY-Gehäuse ist weiterhin eine sinnvolle Aufrüstung, wenn:
Ein passives Gehäuse wie das LACK-Setup kann die Innentemperatur allein durch die Wärme des Druckbetts auf 35 bis 45 °C erhöhen. Genau dieser Bereich gilt oft als der „Sweet Spot“, der ABS- und ASA-Druck zuverlässig macht. Das Beste daran: Materialkosten von etwa 60 bis 150 € sind deutlich günstiger als die mehr als 400 € für einen neuen geschlossenen CoreXY-Drucker.
Der Bau eines Gehäuses lohnt sich möglicherweise nicht, wenn:
Sollten Sie aufrüsten oder erweitern?
Ein DIY-Gehäuse ist weniger ein „Workaround für Einschränkungen“ als vielmehr eine Möglichkeit, die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit Ihres vorhandenen Druckers zu erweitern. Wenn Ihr Drucker bereits gute Ergebnisse liefert und Sie vor allem eine stabilere Druckumgebung möchten, gehört ein Lack-Gehäuse nach wie vor zu den kostengünstigsten und sinnvollsten Upgrades.
Wenn Sie jedoch mit höheren Temperaturen, technischen Materialien oder einer leiseren und insgesamt hochwertigeren Lösung arbeiten möchten, kann ein speziell entwickelter geschlossener Drucker langfristig die bessere Wahl sein.
Nachdem Sie jetzt überzeugt sind, schauen wir uns an, wie Sie Ihr eigenes Gehäuse bauen können.
Die grundlegenden Komponenten eines Gehäuses sind erfreulich einfach:
Schon mit dieser überschaubaren Materialliste gehört das Lack-Gehäuse zu den vielseitigsten DIY-Lösungen für 3D-Drucker-Gehäuse überhaupt. Bevor wir uns einige gelungene Builds ansehen, gehen wir zunächst die grundlegenden Bauschritte und sinnvolle Erweiterungen durch, die Sie in Ihr Gehäuse integrieren können.
Dank des einfachen Designs lässt sich ein Lack-Gehäuse unkompliziert aufbauen, und auch Anpassungen sind leicht umzusetzen. Damit Sie eine Vorstellung vom Ablauf bekommen, finden Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Schritte für ein einfaches Gehäuse aus zwei Tischen, passend für einen Prusa i3 MK3 oder einen ähnlich großen Drucker. Die Anleitung basiert auf dem Vorgehen aus dem Prusa-Blog:
Welche Schritte genau erforderlich sind, hängt natürlich vom gewählten Design ab. Die grundlegende Vorgehensweise bleibt jedoch bei den meisten Lack-Gehäusen ähnlich. Am anspruchsvollsten ist in der Regel das Zuschneiden des Plexiglases, besonders wenn kein Lasercutter oder Glasschneider zur Verfügung steht. Plexiglas ist zwar etwas robuster als normales Glas, lässt sich aber trotzdem nicht ganz einfach bearbeiten. Typische Probleme sind falsche Maße oder ausgebrochene Kanten.
Abgesehen vom Plexiglas ist der restliche Aufbau meist unkompliziert. Nachdem Sie nun die grundlegenden Schritte kennen, werfen wir als Nächstes einen Blick auf verschiedene Designoptionen und sinnvolles Zubehör.
Wie jeder Maker weiß, ist Anpassung alles! Hier ist eine Liste von Zubehörteilen, die Sie Ihrem Gehäuse hinzufügen können, um ihm in Bezug auf Druckqualität, Sicherheit, Reproduzierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit das gewisse Etwas zu verleihen.
Da der Lack-Tisch eine so beliebte Basis für ein Gehäuse ist, gibt es viele großartige Beispiele dafür, was Maker umgesetzt haben, einschließlich Optionen für verschiedene Drucker. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen!
Lizenz: Der Text von "3D-Drucker-Gehäuse für 60 €: DIY-Anleitung mit dem IKEA-Lack-Tisch" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.