Featured image of 3D-Drucker-Gehäuse für 60 €: DIY-Anleitung mit dem IKEA-Lack-Tisch Source: Cube3DWorld via Printables
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Hack Your Lack!

3D-Drucker-Gehäuse für 60 €: DIY-Anleitung mit dem IKEA-Lack-Tisch

Bild vonNicholas Anna
Von Nicholas Anna
Veröffentlicht am 17. Jun 2026

Beenden Sie Verzug und reduzieren Sie den Geräuschpegel, ohne Ihr Budget zu sprengen, indem Sie ein professionelles Gehäuse für Ihren 3D-Drucker für weniger als 100 € bauen.

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Stoppen Sie Warping, halten Sie Dämpfe zurück und reduzieren Sie den Geräuschpegel für etwa 60 €. Während professionelle Gehäuse für 3D-Drucker mehrere hundert Euro kosten können, hat die Maker-Community eine legendäre Alternative entwickelt: den einfachen IKEA Lack Beistelltisch für 8,99 €, der die ideale Größe für die meisten Desktop-3D-Drucker bietet. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie eine professionelle Arbeitsstation bauen, die anspruchsvolle Filamente wie ABS besser kontrollierbar macht, Dämpfe einschließt und in jedem Raum gut aussieht, und das alles, ohne Ihr Budget zu sprengen.

Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Bau eines kostengünstigen Drucker-Gehäuses mit dem IKEA Lack Beistelltisch, etwas Plexiglas, einigen 3D-gedruckten Halterungen zur Befestigung sowie weiterem Zubehör, das Ihre Druckumgebung benötigt.

Zusätzlich finden Sie Links zu Beispielprojekten, damit Sie leichter entscheiden können, welches Design am besten zu Ihrem Drucker passt. Ganz gleich, ob Sie lediglich einen einfachen Staubschutz oder eine technisch anspruchsvolle Arbeitsstation suchen – dieser kostengünstige Hack ist die ideale Möglichkeit, die Qualität Ihrer Drucke zu verbessern, ohne Ihr Konto zu belasten.

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3D-Drucker-Gehäuse

Bauen oder nicht bauen?

Bild von: Bauen oder nicht bauen?
This Lack hack enclosure by Wout adds the possibility of sliding doors (Source: Wout via Printables)

Brauchen Sie wirklich ein DIY-Gehäuse?

Die kurze Antwort: Das hängt von Ihrem Drucker und Ihren Anforderungen ab.

Vor einigen Jahren waren die meisten Hobbygeräte noch offene „Bed-Slinger“, und erschwingliche geschlossene Drucker waren selten. Heute werden viele Geräte der Mittelklasse bereits vollständig geschlossen ausgeliefert.

Ein DIY-Gehäuse ist weiterhin eine sinnvolle Aufrüstung, wenn:

  •  Sie einen Open-Frame-Drucker besitzen: zum Beispiel einen Ender 3, Prusa MK3/MK4 oder ähnliche Modelle.
  • Sie ABS, ASA oder Nylon drucken: Diese Materialien benötigen eine warme, zugfreie Umgebung, um Verzug zu vermeiden.
  • Sie in einem kalten oder zugigen Raum drucken: Selbst bei PLA können plötzliche Temperaturschwankungen in einer Garage oder einem Keller Probleme verursachen.
  • Sie den Geräuschpegel reduzieren möchten: Plexiglas und Gehäusestruktur dämpfen das typische „Surren“ der Schrittmotoren deutlich.

Ein passives Gehäuse wie das LACK-Setup kann die Innentemperatur allein durch die Wärme des Druckbetts auf 35 bis 45 °C erhöhen. Genau dieser Bereich gilt oft als der „Sweet Spot“, der ABS- und ASA-Druck zuverlässig macht. Das Beste daran: Materialkosten von etwa 60 bis 150 € sind deutlich günstiger als die mehr als 400 € für einen neuen geschlossenen CoreXY-Drucker.

Der Bau eines Gehäuses lohnt sich möglicherweise nicht, wenn:

  • Sie bereits einen vollständig geschlossenen Drucker besitzen, zum Beispiel einen Bambu Lab P1S oder Creality K1.
  • Sie fast ausschließlich PLA drucken: PLA braucht eine gute Kühlung. Wird zu viel Wärme im Gehäuse eingeschlossen, kann das zu sogenanntem „Heat Creep“ und damit zu Verstopfungen führen.
  • Sie eine aktive Beheizung benötigen: Wenn Sie für technische Kunststoffe dauerhaft Temperaturen von über 60 °C benötigen, reicht eine passive Konstruktion aus Holz und Kunststoff nicht mehr aus.

Sollten Sie aufrüsten oder erweitern?

Ein DIY-Gehäuse ist weniger ein „Workaround für Einschränkungen“ als vielmehr eine Möglichkeit, die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit Ihres vorhandenen Druckers zu erweitern. Wenn Ihr Drucker bereits gute Ergebnisse liefert und Sie vor allem eine stabilere Druckumgebung möchten, gehört ein Lack-Gehäuse nach wie vor zu den kostengünstigsten und sinnvollsten Upgrades.

Wenn Sie jedoch mit höheren Temperaturen, technischen Materialien oder einer leiseren und insgesamt hochwertigeren Lösung arbeiten möchten, kann ein speziell entwickelter geschlossener Drucker langfristig die bessere Wahl sein.

Nachdem Sie jetzt überzeugt sind, schauen wir uns an, wie Sie Ihr eigenes Gehäuse bauen können.

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3D-Drucker-Gehäuse

Die Einkaufsliste: Die wichtigsten Materialien für einen 60-€-Build

You'll need some 3D printed parts
You'll need some 3D printed parts (Source: NinjaPrototype via Thingiverse)

Die grundlegenden Komponenten eines Gehäuses sind erfreulich einfach:

  • Der bekannte IKEA-Lack-Tisch (55×55 cm). Es gibt Designs mit einem, zwei, drei oder sogar mehr Tischen.
  • 3 mm starkes Plexiglas für die „Wände“ des Gehäuses. Die benötigte Größe hängt vom jeweiligen Design ab. Als Richtwert können Sie pro Tisch mindestens vier Platten mit jeweils etwa 440 mm × 440 mm einplanen.
  • Verschiedene 3D-gedruckte Teile, zum Beispiel Halterungen zur Befestigung des Plexiglases, Türscharniere oder Halterungen für Zubehör innerhalb des Gehäuses.
  • Schrauben und Sekundenkleber zum Verbinden der Teile sowie Neodym-Magnete, um die Türen des Gehäuses geschlossen zu halten.
  • Zubehör wie Beleuchtung, Filamentboxen oder Filamentführungen.
  • Schraubendreher, Inbusschlüssel, Bohrmaschine mit Holzbohrern, Cuttermesser, Maßband sowie Bleistift oder Marker.

Schon mit dieser überschaubaren Materialliste gehört das Lack-Gehäuse zu den vielseitigsten DIY-Lösungen für 3D-Drucker-Gehäuse überhaupt. Bevor wir uns einige gelungene Builds ansehen, gehen wir zunächst die grundlegenden Bauschritte und sinnvolle Erweiterungen durch, die Sie in Ihr Gehäuse integrieren können.

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3D-Drucker-Gehäuse

Schritt für Schritt: So bauen Sie Ihr IKEA-Lack-Gehäuse

Depending on the build you choose, assembly can be pretty easy
Depending on the build you choose, assembly can be pretty easy (Source: Make-o-Rama 3D Druck via YouTube)

Dank des einfachen Designs lässt sich ein Lack-Gehäuse unkompliziert aufbauen, und auch Anpassungen sind leicht umzusetzen. Damit Sie eine Vorstellung vom Ablauf bekommen, finden Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Schritte für ein einfaches Gehäuse aus zwei Tischen, passend für einen Prusa i3 MK3 oder einen ähnlich großen Drucker. Die Anleitung basiert auf dem Vorgehen aus dem Prusa-Blog:

  1. Drucken Sie zunächst alle benötigten 3D-Teile aus. Dazu gehören Halterungen zur Befestigung der Plexiglasplatten und Filamenthalter, eine Ersatzstrebe für die externe Montage des Netzteils sowie eine Abdeckung für das Heizbettkabel. Diese reduziert die Stellfläche des Druckers, damit er besser in das Gehäuse passt.
  2. Montieren Sie die Abstandshalter an der Unterseite der Tischplatte und befestigen Sie die Filamenthalter auf der Oberseite eines der Tische. Falls Sie LED-Lichtleisten oder einen Rauchmelder integrieren möchten, können diese ebenfalls jetzt montiert werden. Mikolas Zuza von Prusa empfiehlt, den Rauchmelder an der Rückseite anzubringen, damit weder der Filamentweg noch das Ein- und Ausbauen des Druckers behindert wird.
  3. Befestigen Sie die Tischbeine mit Schrauben an der oberen Tischplatte.
  4. Messen Sie die Bereiche für die Plexiglasplatten sorgfältig aus und schneiden Sie die Platten passend zu. Hier gilt die bekannte Regel: zweimal messen, einmal schneiden. In den meisten Fällen haben die Seitenteile eine Größe von etwa 440 mm × 440 mm. Für die Frontöffnung werden häufig zwei Platten mit jeweils 220 mm × 440 mm verwendet. Hinweis: Neben der oft genutzten Doppeltür mit Scharnieren gibt es auch andere Lösungen, etwa Schiebetüren oder Ecköffnungen mit vier Plexiglasplatten im Format 440 mm × 440 mm.
  5. Setzen Sie die Plexiglasplatten ein und befestigen Sie anschließend die unteren Abstandshalter. Sobald diese montiert sind, sitzen die Seitenwände fest an ihrem Platz.
  6. Es wird empfohlen, das Netzteil außerhalb des Gehäuses zu montieren, um die Temperaturen im Inneren niedrig zu halten. Entfernen Sie das Netzteil und befestigen Sie es mithilfe der in Schritt 1 gedruckten Halterung an der Unterseite des unteren Lack-Tisches. Achten Sie darauf, dass der Abstandshalter in der Nähe des Netzteils eine Öffnung für die Kabel besitzt.
  7. Prusa empfiehlt außerdem die Installation einer Heizbett-Kabelabdeckung, damit die Kabel nicht gegen die Wände des Gehäuses stoßen.
  8. Kleben Sie Magnete auf den gedruckten Türstopper und verschrauben Sie ihn mit der unteren Tischplatte. Stellen Sie sicher, dass die Magnete korrekt mit denen an den Plexiglas-Türen ausgerichtet sind.
  9. Befestigen Sie die Beinabdeckungen an der unteren Tischplatte und setzen Sie anschließend den oberen Tisch auf.
  10. Verlegen Sie abschließend alle Kabel sauber und ordentlich, und schon haben Sie eine vollständig geschlossene Druckstation.

Welche Schritte genau erforderlich sind, hängt natürlich vom gewählten Design ab. Die grundlegende Vorgehensweise bleibt jedoch bei den meisten Lack-Gehäusen ähnlich. Am anspruchsvollsten ist in der Regel das Zuschneiden des Plexiglases, besonders wenn kein Lasercutter oder Glasschneider zur Verfügung steht. Plexiglas ist zwar etwas robuster als normales Glas, lässt sich aber trotzdem nicht ganz einfach bearbeiten. Typische Probleme sind falsche Maße oder ausgebrochene Kanten.

Abgesehen vom Plexiglas ist der restliche Aufbau meist unkompliziert. Nachdem Sie nun die grundlegenden Schritte kennen, werfen wir als Nächstes einen Blick auf verschiedene Designoptionen und sinnvolles Zubehör.

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3D-Drucker-Gehäuse

Wichtige Erweiterungen: Beleuchtung, Belüftung & Sensoren

This is one souped-up enclosure!
This is one souped-up enclosure! (Source: phatima via Instructables)

Wie jeder Maker weiß, ist Anpassung alles! Hier ist eine Liste von Zubehörteilen, die Sie Ihrem Gehäuse hinzufügen können, um ihm in Bezug auf Druckqualität, Sicherheit, Reproduzierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit das gewisse Etwas zu verleihen.

  • KlipperScreen: Ein Zusatzprogramm für Drucker mit Klipper-Firmware, das eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) auf kompatiblen Touchscreens bietet.
  • OctoPrint: Ermöglicht es Ihnen, Drucke bei Bedarf zu starten und von überall auf der Welt zu überwachen (eine stabile Internetverbindung natürlich vorausgesetzt).
  • Beleuchtung: Beleuchten Sie Ihre Baukammer, um die Drucke besser sehen zu können.
  • Aktive Belüftung: Drucken Sie Filamente sicher, während schädliche Emissionen gefiltert werden; dies ist eine besonders gute Idee, wenn Sie während des Betriebs in der Nähe Ihres Druckers arbeiten.
  • Thermometer: Kennen Sie die genaue Temperatur in Ihrem Gehäuse; stellen Sie sicher, dass Sie nicht die Glasübergangstemperatur erreichen, was zu Verzug (Warping) an Ihren Drucken führen kann.
  • Filamentführung: Führen Sie Ihr Filament besser zu und verringern Sie das Risiko von Blockaden oder Verstopfungen (Clogs) im Hotend.
  • Filament-Drybox: Hält hygroskopische Filamente einsatzbereit, ohne dass sie vorab getrocknet werden müssen.
  • Externe Netzteilhalterung (PSU): Halten Sie Ihr Netzteil kühl, damit Ihr Drucker länger hält.

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3D-Drucker-Gehäuse

Druckerspezifische Aufbauten: Lösungen für Prusa, Bambu Lab & Creality

A make of the ever popular Prusa i3 MK3 enclosure
A make of the ever-popular Prusa i3 MK3 enclosure (Source: Splemsby via Printables)

Da der Lack-Tisch eine so beliebte Basis für ein Gehäuse ist, gibt es viele großartige Beispiele dafür, was Maker umgesetzt haben, einschließlich Optionen für verschiedene Drucker. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen!

Creality 

  • Ender 3 (Option 1): Dieses Projekt ist höher als andere Versionen und erfordert daher Acrylglasplatten in der Größe 840 mm x 440 mm. Der Vorteil ist, dass im Inneren des Gehäuses Platz für das Filament vorhanden ist.
  • Ender 3 (Option 2): Dieser Aufbau verfügt ebenfalls über das Gehäuse mit doppelter Höhe, wird jedoch für einen einfacheren Zugang und zusätzlichen Stauraum auf einen dritten Tisch gestapelt.
  • Ender 3 (Option 3): Diese Version hat ein schlankeres Design mit einer durchgehenden Tür, bei dem die Filamentspule entweder über oder unter dem Gehäuse montiert werden kann.
  • Ender 5: Ein Thingiverse-Remix eines Remixes, der den Größenunterschied zwischen 3D-Druckern berücksichtigt.

Prusa

  • MK3/MK4: Dieser Aufbau umfasst „Print-in-Place“-Scharniere, Türen an allen vier Seiten für vollständige Zugänglichkeit und ist groß genug, um den Ender 3 und den Anycubic i3 Mega S aufzunehmen.
  • MK3 Sliding Door (Schiebetür): Diese Version ist eine Innovation der ursprünglichen Schiebetürversion, indem sie schienenfrei ist und zudem ein eleganteres Design aufweist.
  • Mini+: Dieser Aufbau verfügt auch über eine aufklappbare obere Abdeckung. Er ist mit Beleuchtung ausgestattet und beherbergt einen internen Filamenthalter.

Bambu Lab

  • A1: Eine Version, die den Raum darüber nutzt, um das AMS Lite unterzubringen, und die mindestens zwei Lack-Tische benötigt.

Anycubic

  • i3 Mega: Ähnlich wie das Design für den Prusa MK3/MK4 umfasst dieses Design „Print-in-Place“-Scharniere und 4 Türen. Bei Bedarf kann es auch als Einheit von der Basis abgehoben werden.
  • Vyper: Ein weiterer Remix, der zusätzliche Höhe bietet, damit der Drucker hineinpasst, wobei die Spule oben auf dem Gehäuse platziert wird.

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