Empfehlung
Für große Ambitionen benötigt man einen großen 3D-Drucker. Hier ist unsere aktuelle Auswahl der besten 3D-Drucker mit großem Bauraum.
Der beste Großformat-3D-Drucker ist in der Regel der eines Freundes, aber wenn Sie die Aufgabe selbst in die Hand nehmen müssen, dann haben Sie nun Glück! Heutzutage gibt es im Consumer-Bereich mehr Auswahl als je zuvor.
Wir haben diese unglaublich großen 3D-Drucker in Augenschein genommen, um Ihnen unsere Erfahrungen aus erster Hand zu schildern und Ihnen eine realistische Vorstellung davon zu vermitteln, was Sie erwartet, wenn Sie sich eines dieser riesigen Geräte nach Hause oder an Ihren Arbeitsplatz holen.
Ein großformatiger 3D-Drucker sollte, genau wie jeder andere 3D-Drucker auch, zuverlässig funktionieren und benutzerfreundlich sein. Doch bei der Auswahl eines 3D-Druckers aus dieser Kategorie ist die Größe des Bauraums der alles entscheidende Faktor.
Wir sind der Auffassung, dass man beim Consumer-3D-Druck den Arbeitsbereich grundsätzlich in vier verschiedene Größen einordnen kann: Kleine Arbeitsbereiche von ca. 180 x 180 x 180 mm, Standardgrößen von ca. 250 x 250 x 250 mm, mittelgroße Arbeitsbereiche von 300 x 300 x 300 mm sowie große Arbeitsbereiche von beeindruckenden 400 x 400 x 400 mm und größer.
Bei Großformat-3D-Druckern hat man mit ganz besonderen Herausforderungen zu kämpfen, die mit der Größe an sich zu tun haben. Die Konstruktion dieser Drucker muss extrem stabil sein, um dem mitunter mehrere Kilo schweren Gewicht der Druckobjekte standhalten zu können, und sich in einigen Fällen während des Druckvorgangs weiterbewegen. Je nach Design des Druckers muss das Bewegungssystem darüber hinaus in der Lage sein, mit der Massenträgheit eines großen, sich in Bewegung befindlichen Druckbetts zurechtzukommen. Wünschenswert ist eine moderne Firmware, da Funktionen wie die Eingabeformung dazu beitragen, die Vibrationen während des Druckvorgangs effektiv abzudämpfen, damit bei hohen Druckgeschwindigkeiten qualitativ hochwertige Drucke erzielt werden können.
Stabilität über die ganze Höhe des Bauraums ist ebenfalls unabdingbar. So sind Verstrebungen und Halterungen empfehlenswert, um ein eventuelles Spiel im Bereich des Druckerrahmens zu eliminieren.
Großformat-3D-Drucker, und das gilt insbesondere für die kostengünstigeren, zeichnen sich nicht unbedingt durch ein perfektes, ebenmäßiges Druckbett aus. Deshalb gehören Sensoren und Sonden zum Beheben von jeglichen Unebenheiten auf dem Druckbett zu den dringend erforderlichen Features. Sie sind ein absolutes Muss, um eine anständige erste Schicht hinzubekommen, die wiederum entscheidend für einen erfolgreichen Druck ist.
Ein Großformat-3D-Drucker verschlingt oft große Mengen an Filament und es können mehrere Tage ins Land ziehen, bis der Druck fertiggestellt ist. Ein Filamentauslaufsensor sorgt zumindest dafür, dass man genau Bescheid weiß, ob die gerade eingesetzte Spule über ausreichend Filament verfügt, um den Druckauftrag abzuschließen. Außerdem wird der Druckvorgang angehalten, sobald die Spule leer ist. So kann eventuell verhindert werden, dass tagelange Arbeit zunichtegemacht und Filament verschwendet wird.
Viele Geräte sind werkseitig mit 0,4-mm-Extruderdüsen ausgestattet. Bei herkömmlichen Drucken bieten diese zwar ein anständiges Verhältnis zwischen Detailgenauigkeit und Geschwindigkeit, für den schnellen Großformat-3D-Druck sind sie jedoch ungeeignet. Mit größeren Düsendurchmessern können Sie dickere und breitere Schichten drucken. Gleichzeitig ist es möglich, die Druckzeiten dramatisch zu senken und die Festigkeit der Drucke zu erhöhen. Falls Sie also große Drucke in kürzerer Zeit herstellen möchten, kann es sich lohnen, hier noch weiter in die Tiefe zu gehen.
Die Entwicklung hat einige Zeit in Anspruch genommen. Doch für viele hat sich das Warten gelohnt. Der erste Vorstoß von Prusa Research in den großformatigen 3D-Druck kommt in Form des Original Prusa XL. Der 360 x 360 x 360 mm große 3D-Drucker vom Typ CoreXY verfügt über eine einzigartige Funktion, die Sie bei keinem anderen Gerät in diesem Bereich finden werden: einem Werkzeugwechsler.
Der Basisdrucker mit einem einzigen Werkzeugkopf ist ab 2.299 € erhältlich, kann aber auf bis zu fünf unabhängige Werkzeugköpfe (ab 3.999 €) erweitert werden, die jeweils ein direkt angetriebenes Nextruder-Extrusionssystem enthalten, das in der Lage ist, praktisch jedes Material zu drucken, wobei zwischen den Materialwechseln nur minimales Spülen erforderlich ist. Sie können die Düsen auch kombinieren und so kreative Lösungen finden – für schnelleres Drucken und mehr Vielseitigkeit.
Wir geben allerdings zu, dass der XL etwas zu klein ist, um als „großformatig“ durchzugehen – er ist tatsächlich so klein, wie nötig – aber der 360 x 360 mm große Druckbereich ist mehr als ausreichend für pompöse Helmdrucke in Lebensgröße und andere überdimensionale Teile, die Sie herstellen möchten.

Unter dieser Fläche befindet sich das abnehmbare, hochwertige seidenglatte Druckbett. Darunter befindet sich ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des XL: die in Zonen unterteilte Heizplatte. Die gesamte Druckfläche ist nämlich auf 16 unabhängige Heizkacheln verteilt, sodass die Druckplatte nur dort beheizt wird, wo es nötig ist. Dieser Ansatz spart natürlich Zeit, aber es geht vor allem darum, Energie zu sparen. Denn vor jedem Druckvorgang führt der Drucker eine „Aufwärmphase“ durch, um sich richtig aufzuheizen und ab der ersten Schicht eine gute Performance zu gewährleisten.
Die Vielseitigkeit des XL ist seine größte Stärke; wenn Sie auf eine Version mit mehreren Werkzeugköpfen aufrüsten (Prusa verkauft ihn mit 2 Werkzeugköpfen ab 2.999 € und mit 5 Werkzeugköpfen ab 3.999 €), haben Sie die Möglichkeit, in Ihren Projekten flexible, widerstandsfähige, abrasive und sonstige Materialien dazwischen zu kombinieren.
Weitere Pluspunkte sind die Wi-Fi-Konnektivität und die webbasierte Fernüberwachung, die umweltfreundlichere Verpackung, die großzügigen Werbegeschenke im Paket und die Gewissheit, dass der Leistungs- und Funktionsumfang des Geräts stetig erweitert wird.
Ende letzten Jahres stellte Prusa Research eine vielversprechende Zukunft für den Prusa XL in Aussicht, mit neuen Werkzeugköpfen, die nun endlich auf dem Weg sind. Den Anfang macht der Silikon-Extruder, entwickelt von Filament2 (Preis noch nicht bekannt).
Der Comgrow T500 überzeugt mit seinem beachtlichen Bauraum von 504 x 504 x 504 mm und überzeugt durch seine solide Bauweise. Comgrow verwendet für sein Bewegungssystem eine Art modulares Design mit integrierten linearen Modulen – wie sie auch bei CNC-fähigen Snapmaker-Druckern zu finden sind. Kurz gesagt: Es ist ein leistungsstarker Drucker. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist besser denn je bei seinem derzeit reduzierten Preis von etwa 560 €.
Der Rahmen des T500 wird zwar nicht mit Streben abgestützt, wie man sie bei vergleichbaren Druckern findet, aber wir sind geneigt zu glauben, dass sie auch nicht erforderlich sind. Die Kontaktfläche zwischen den Rahmen der X- und der Y-Achse und der Druckerbasis ist groß und wird von zwei 90-Grad-Stützen gehalten, um eine sichere Struktur zu gewährleisten.
Was die Leistung angeht, so ist der T500 mit einem untersetzten Extruder und einer proprietären Düse mit vergrößerter Schmelzzone ausgestattet, was ein Drucken mit „High-Speed“-Geschwindigkeit ermöglicht. Um ehrlich zu sein, können die Ergebnisse stark variieren — laut verschiedenen Berichten in sozialen Medien scheint der Kompromiss des niedrigen Preises in der Inkonsistenz der Qualität des Druckkopfes zu liegen. Bei unseren Tests war die Leistung ausreichend, aber seien Sie darauf vorbereitet, eventuell etwas nachzujustieren oder den Sovol-Support zu kontaktieren.
Im Lieferumfang enthalten sind verschiedene Ersatz-Extruderdüsen mit Durchmessern von bis zu 0,8 mm. Man möchte meinen, dass ihr Einsatz bei Großformat-Druckern selbstverständlich ist, was aber tatsächlich nicht der Fall ist. Beim Einsatz einer standardmäßigen 0,4-mm-Extruderdüse müssten Sie viele Tage, wenn nicht gar Wochen warten, bis Ihr gesamter Druck fertiggestellt ist. Wenn man die Extruderdüse jedoch durch eine 0,8-mm-Düse austauscht, wird die Druckzeit erheblich verkürzt.

Es liegt in der Natur seines Designs, dass der T500 bei den Bewegungen des Druckbetts ein sehr großes Gewicht stemmen muss. Man kann zwar in die Firmware-Trickkiste greifen, um Fehler auf den Drucken zu verringern, doch erwarten Sie nicht, dass der T500 es mit den Geschwindigkeiten aufnehmen kann, die man heutzutage bei anderen 3D-Druckern findet, die mit Klipper laufen.
Bei unseren Tests ist uns aufgefallen, dass die Druckbett-Oberfläche vom T500 schwierig einzustellen ist, was dazu führt, dass man die ersten Schichten gut im Auge behalten muss. Und auch der Z-Offset muss gelegentlich kalibriert werden, damit die Drucke gut am Druckbett haften bleiben. Andere haben von Problemen mit der Druckoberfläche berichtet, die sich durch hartnäckig haftende Drucke schnell abnutzt, sodass ein Austausch des Druckbetts eine sinnvolle Investition sein könnte.
Hier noch der wichtige Hinweis, dass beim T500 nur eine Druckbetttemperatur von 80 °C erreicht werden kann – und an den Rändern liegt sie noch mal deutlich darunter. Erwarten Sie nicht, dass Drucke, die das gesamte Druckbett einnehmen, zu Selbstläufern werden, wenn man Materialien einsetzt, die zum Verzug neigen.
Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht. Klingt wenig vielversprechend für eine Top-Empfehlung in einer Kaufberatung. Lassen Sie sich davon jedoch nicht abschrecken — trotz der… Eigenheiten des T500 haben Sie dank der offenen Klipper-Firmware viel Flexibilität, ihn anzupassen und sein Verhalten zu steuern.
Der größere Bauraum, die schnellere Geschwindigkeit, Flexibilität bei der Software und ein großer Sack voller Extruderdüsen, mit denen Sie Ihre Druckzeit verkürzen können: Das alles macht das Gerät zu einer lohnenswerten Anschaffung für großformatige 3D-Drucke, insbesondere zu seinem neuen, günstigeren Preis.
Beachten Sie, dass nach einer Fusion im Jahr 2024 der T500 nun von Sovol geliefert und gewartet wird. Achten Sie daher auf die scheinbare Diskrepanz: Die Drucker gehören zwar zur Marke Comgrow, werden jedoch von Sovol versendet.
Die Größe und Präsenz des OrangeStorm Giga in einem Raum ist so absurd wie sein Name lang und unsinnig ist. Der Drucker ist wirklich riesengroß. Größer als riesengroß. Geradezu gigantisch. Sein Bauvolumen beträgt 800 x 800 x 1.000 mm, und seine Grundfläche ist mit ca. 1.220 x 1.200 x 1420 mm noch viel größer. Der Drucker nimmt viel Platz ein, und Sie brauchen einen Freund, ein Familienmitglied, einen geduldeten Feind oder einen bestochenen Passanten, um den Aufbau zu bewältigen, ohne Personenschäden oder eine Beschädigung des Druckers zu riskieren. Einmal festziehen und zweimal prüfen – dieser Grundsatz ist immer gut, beim Giga und seiner ausufernden, aus zwei Boxen bestehenden Konstruktion gleich umso mehr.
Wenn Sie aber durchhalten, betreten Sie ein Druck-Level der Extraklasse, das mit nichts vergleichbar ist, was wir es im All3DP-Headquarter je getestet haben. Der Giga ist für rund 2.750 € erhältlich und mit der Elegooified Klipper-Firmware sowie einer Benutzeroberfläche ausgestattet, die über einen beachtlich großen Touchscreen bedient werden kann. Das Display ist an der rechten Vorderseite des Druckers befestigt, was für alle bedauerlich ist, die das Gerät nicht frei im Raum platzieren können. Auch die Lage des USB-Anschlusses auf Fußhöhe ist suboptimal, da man leicht dagegenstoßen kann.

Über den großen Touchscreen, der auch über einen Webbrowser zugänglich ist, lassen sich die Funktionen des Druckers schnell steuern. Es gibt Community-Projekte, um die Firmware zu ent-Elegooisieren und sie in den vollständig anpassbaren Klipper zurückzuverwandeln, was für alle, die die Hardware modifizieren wollen, unerlässlich ist. Die Benutzeroberfläche „vanilla“ von Elegoo ist nicht wirklich schlecht; sie ist einsteigerfreundlich, auch wenn das gelegentliche Abgleiten in Klipper-Eigenheiten (z.B. Fehler und Neustart der Firmware) den einen oder anderen verunsichern könnte.
Der OrangeStorm Giga lässt sich für den parallelen Einsatz von vier Druckköpfen aufrüsten, wodurch die 800 mm breite Arbeitsfläche in vier Zonen von jeweils etwa 200 × 800 mm unterteilt wird.
Drucktechnischer Pluspunkt ist das Hotend mit vergrößerter Schmelzzone für einen höheren Filamentfluss – etwas, das Sie brauchen, wenn Sie, wie wir, zu ungeduldig für große Drucke mit herkömmlichen Düsengrößen sind. Der Giga ist standardmäßig mit einer 0,6 mm Düse ausgestattet, die gegen andere Größen ausgetauscht werden kann. Bei unserem ersten Einsatz des Druckers haben wir auf eine 1 mm-Düse umgestellt und seither läuft alles weitgehend reibungslos. Die einzigen erforderlichen Anpassungen bestanden darin, das Druckerprofil im Slicer zu aktualisieren, unseren Z-Offset zurückzusetzen und die Druckgeschwindigkeit zu verlangsamen.
Das große Druckbett ist in vier unabhängig voneinander beheizbare Zonen unterteilt, wobei, interessanterweise, vier einzelne Druckbetten in einem Raster angeordnet sind, das die 800 x 800 mm große Druckfläche umfasst. Dadurch entsteht eine kreuzförmige Fuge, die in den ersten Schichten kaum sichtbar ist. Die Drucke lösen sich beim Abkühlen vom texturierten PEI; wir mussten nur selten zum Spatel greifen, um die Drucke zu lösen.
Wi-Fi-Konnektivität, ein Ethernet-Anschluss und ein verstellbarer, strapazierfähiger Filamentspulenhalter machen den OrangeStorm Giga zu einem überdimensional großen 3D-Drucker, der mit allen grundlegenden Funktionen ausgestattet ist.
Allerdings gibt es eindeutig noch Raum für Upgrades und Verbesserungen. Bereits jetzt gibt es Community-basierte und kommerzielle Lösungen, um die Hotend-Leistung und die Geschwindigkeit des Druckers drastisch zu erhöhen, wobei das Bluestorm Terra-Ökosystem von Luke’s Laboratory ein bemerkenswertes Beispiel ist.
Kein anderes Gerät auf dieser Liste ist groß genug, um ganze Möbelstücke in einem Durchgang zu drucken. Die Standardausführung des Elegoo OrangeStorm Giga ist es auf jeden Fall.
Großformat-3D-Druck fristet bisher ein Nischendasein, denn es gibt nur wenige Geräte, die diesen Bereich abdecken.
Grundsätzlich bieten alle großen Hersteller von Desktop-Druckern übergroße Versionen ihrer Hauptgeräte an, wie zum Beispiel den Elegoo Neptune 4 Max und den Anycubic Kobra 2 Max. Diese Geräte sind aufgrund ihrer Größe sehr gut für normale Druckaufgaben geeignet, aber nicht gerade optimal für großformatige Drucke, bei denen die Vorteile ihres höheren Bauvolumens zum Tragen kommen. Sie sind jedoch günstig, was sie mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis äußerst attraktiv macht.
Wenn es eine Sache gibt, die wir beim ganzen Testen der 3D-Drucker gelernt haben, dann ist es diese: Es ist falsch, an einem breit gefächertem Benchmarking für 3D-Drucker festzuhalten, um herauszufinden, wie sich ein bestimmter 3D-Drucker verhält. Einen Selbstbau-Drucker für Hobbyanwender unter 200 € mit dem Standard eines 6.000-Euro-Produktionsdruckers zu vergleichen, der dafür entworfen wurde, Materialien auf Ingenieursniveau zu bearbeiten, ist schwierig. Es ist nicht wirklich aussagekräftig, wenn man Ersterem bescheinigt, die Montage sei ein Kinderspiel, und bei Letzterem anmerkt, man habe mit einem Wirrwarr an Firmware-Updates, chaotischen Systemen und unzuverlässiger Performance zu kämpfen.
Bei unseren Testberichten möchten wir direkt auf den Punkt kommen. Wie lässt sich ein Drucker bedienen? Welches sind seine definierenden Merkmale? Wie schlägt sich ein Drucker im Alltagsbetrieb? Und am wichtigsten: Ist er sein Geld wert? Wir wollen uns hier nicht mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen aufhalten oder uns mit Problemen beschäftigen, die mehr Variablen zum Grund haben, als wir sie steuern können.
Bei unseren Tests haben wir die beabsichtigten Endnutzer eines 3D-Druckers vor Augen. Wir stellen uns vor, was sie wahrscheinlich damit machen werden, und konzentrieren die Tests darauf, dies in Frage zu stellen. Wenn wir beispielsweise einen Großformat-Drucker testen, drucken wir große Teile (Überraschung!) und nutzen das gesamte Druckbett, um die Leistung der maximalen Z-Höhe zu überprüfen.
Andere Kriterien, die den besten 3D-Drucker auszeichnen, sind unter anderem die Benutzerfreundlichkeit, die unterstützende Software und die Reparaturoptionen. Wie schnell kann ein Drucker repariert werden, wenn mal etwas schiefläuft? Liefern Anleitungen oder Kundensupport ausreichend Informationen?
Wir versuchen, all diese Fragen und vieles mehr dabei zu berücksichtigen, um den Drucker zu finden, der am besten zu Ihnen passt.
Vertrauen ist uns bei All3DP sehr wichtig, weshalb auch die Richtlinien für unsere Testmethoden so strikt sind. Die Drucker, die wir testen, werden uns entweder als Leihgeräte zur Verfügung gestellt, oder sie werden von uns gekauft.
Wenn ein Hersteller das Gerät nach Abschluss eines Tests nicht zurückfordert, wird es lokal gespendet oder zur späteren verantwortungsvollen Entsorgung eingelagert. Von All3DP gekaufte Geräte verbleiben entweder für die Nutzung durch unser Team im Büro oder sie werden gespendet oder auf die oben beschriebene Weise entsorgt.
Hersteller oder Spender, die uns Geräte kostenlos für Tests zur Verfügung stellen, nehmen keinen Einfluss auf unsere Testergebnisse oder deren Inhalt. Nach besten Kräften untersuchen wir ungewöhnliche Probleme beim Hersteller, um besseren Kontext zu erhalten oder herauszufinden, wie gut er über das Problem informiert ist. Schlechte Konstruktion oder mangelhafte Qualitätssicherung entschuldigen wir jedoch nicht.
Damit wir unseren Lesern unsere Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen können, monetarisieren wir unsere Inhalte auf unterschiedliche Art und Weise. Unter anderem platzieren wir auch Produktlinks der getesteten Geräte. Wir erhalten möglicherweise eine kleine Provision von einem Laden, wenn Sie auf einen dieser Produktlinks klicken und darüber einen Kauf tätigen. Weitere Details hierzu können Sie dem Abschnitt „Advertising and Commercial Activities“ in unseren Nutzungsbedingungen entnehmen. Wenn Ihnen gefällt, was wir tun, und Sie uns weiter unterstützen möchten, schauen Sie sich unseren werbefreien Pass an – für eine einmalige Zahlung erhalten Sie ein ganzes Jahr lang werbefreies Surfen auf All3DP.
Für die meisten Leser sind unsere Top-Empfehlungen in jeder Kategorie die beste Wahl.
Doch der Tatsache geschuldet, dass es für den 3D-Druck zu Hause keine Standardlösung gibt, sind wir hier, um zu helfen. Hier ein paar Tipps, damit Sie sich in der unüberschaubaren, aber wundervollen Welt der Terminologie zurechtfinden.
Viele 3D-Drucker, die als Modelle für Einsteiger oder Kinder beworben werden, packen den Nutzer in Watte, und das Druckerlebnis wird schnell zu einer frustrierenden Erfahrung. Sie werden mit wachsender Erfahrung auf mehr Beschränkungen als auf Möglichkeiten stoßen. Wenn Sie sich nicht auf die spezielle Ausstattung eines 3D-Druckers für Einsteiger festgelegt haben, würden wir Ihnen stattdessen einen Budget-Drucker empfehlen. Damit sparen Sie ein wenig Geld, und die Möglichkeit, durch Learning by Doing dazuzulernen, ist so viel größer. Und sollte doch etwas schiefgehen, gibt es für jeden Drucker eine riesige Online-Nutzergemeinschaft, in der alle denkbaren Fragen schon gestellt und beantwortet wurden.
Während sich die generelle Qualität von Budget-3D-Druckern in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, lässt das Niveau der Qualitätskontrolle zum Teil zu wünschen übrig. Die Hersteller mit breiter Nutzerbasis (wie Creality und Anycubic) stellen sich auf die Anforderungen ihrer neu gewonnenen Fans ein, inklusive verbesserter Kundenbetreuung. Das, und auch die Nutzer selbst tragen zum gewaltigen Online-Wissensfundus bei. Es wird bei der Problemlösung für die aktuell besten Budget-3D-Drucker nichts unversucht gelassen.
Wir sind gegenüber Herstellern nicht verpflichtet, unsere Ergebnisse schönzureden, und das erste Mal, dass sie unsere Tests lesen, ist gleichzeitig mit Ihnen. Darum können Sie unseren Bewertungen vertrauen. Wir passen uns niemandem an; unsere Erfahrungen mit der Druckerhardware stehen genau so auf der Seite, wie wir sie erlebt haben.
Wenn Sie Informationen zu einem Drucker suchen und nicht finden, schreiben Sie uns an editors@all3dp.com.
Mit einer einmaligen Investition ist es bei der Anschaffung eines 3D-Druckers für zu Hause nicht getan. Neben regelmäßigen Ausgaben für den Kauf von Materialien zum Drucken entstehen Wartungskosten für Verschleißteile am Drucker – man denke da an die Druckerdüsen beim FDM-Drucker oder FEP-Folien bei MSLA-Druckern. Natürlich können Teile auch abnutzen oder kaputtgehen. Deshalb muss die Beschaffung von Ersatzteilen eingeplant werden, wenn Sie auf lange Sicht drucken wollen. Am einfachsten ist es, Ersatzteile für Drucker mit Open-Source-Designs zu bekommen, deren Ursprung in der RepRap-Bewegung zu finden ist: Standardteile mit Designethos im Hintergrund. Einerseits bieten geschlossene Drucker, die für Einsteiger konzipiert sind, möglicherweise den behutsamsten Einstieg in den 3D-Druck. Auf der anderen Seite sind die Ersatzteile dafür unter Umständen am schwierigsten zu bekommen. Wenn man überhaupt so weit kommt und das Problem diagnostizieren kann.
Der Reiz eines neuen Hobbys hält nur so lange an. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von coolen Dingen, die Sie spontan drucken können, bevor die Langeweile einsetzt.
Durch die „Desktopifizierung“ eines eigentlich komplizierten Herstellungsprozesses muss man sich früher oder später auf Probleme mit einem 3D-Drucker für zu Hause einstellen – sogar auf das gelegentlich auftretende Problem, dass gar nichts mehr geht. Mit Ihren finalen Ambitionen vor Augen sind Sie motiviert, Lösungen für Ihre Druckerprobleme zu finden und weiterzukommen. Etwas zu drucken, nur weil es cool aussieht, führt zu einer Anhäufung von nutzlosem Schnickschnack. Und durch die Kosten, Frustration und den produzierten Müll verlieren Sie zu guter Letzt das Interesse.
Die allermeisten 3D-Drucker für zu Hause sind Fused-Deposition-Modeling-Drucker mit Single-Extruder, d.h. ein einziges druckbares Material wird durch eine einzelne Extruderdrüse befördert. Durch ihre Materialkompatibilität sind diese Drucker für eine große Bandbreite von Anwendungen vielseitig einsetzbar und dadurch eine sichere Standardmaschine für den Einstieg. Aber wenn Sie Objekte mit anspruchsvollen Geometrien oder halb geschlossenen Formen drucken möchten, sollten Sie auf einen Doppelextrusionsdrucker zurückgreifen, der Ihnen das Drucken deutlich erleichtern würde. Das Gleiche gilt für einzelne Objekte, die aus Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften bestehen. Diese können nur mit Doppelextrusion hergestellt werden. Für Objekte mit hoher Detailauflösung sollte der Resin-Drucker der Drucker Ihrer Wahl sein. Nur wenn Sie die Technologien dahinter verstehen, können Sie den passenden Drucker für Ihre Bedürfnisse finden.
Die Größe von FDM-3D-Druckern kann stark variieren, aber das Chaos ist leicht zu handhaben: Filamentspeicher, Werkzeuge, Ersatzteile und ein Mülleimer für Materialreste. Idealerweise sollte der Drucker an einem belüfteten Ort stehen oder in einem geschlossenen Gehäuse mit Luftfilter betrieben werden. Sie geben Emissionen ab, und auch wenn die Einschätzung der Gefährlichkeit variiert, können Sie sich durch einen geeigneten Standort schützen.
Resin-3D-Druck ist jedoch deutlich anders. Resin-3D-Druck erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. Das Material riecht oft stark und ist toxisch für Mensch und Umwelt. Es braucht spezielle Reinigungsstationen und persönliche Schutzausrüstung. Zum Reinigen verwendet man in der Regel 95 %+ Isopropanol, um Resinreste zu lösen. Diese Mischung darf nicht einfach ins Abwasser gekippt werden.
Alle Drucker sollten in gut belüfteten Bereichen betrieben werden — für Resin-Drucker gilt dies doppelt.
Zwar konnten viele exzellente 3D-Drucker ihren großen Durchbruch auf Kickstarter erzielen, aber es ist nach wie vor ein Problem, dass die Plattform kein Store im eigentlichen Sinne ist. Sie kaufen keinen Drucker, wenn Sie eine Kickstarter-Kampagne mitfinanzieren; Sie unterstützen eine Vision. Ihr Geld kommt in einen großen Topf, um Firmen oder Einzelpersonen bei ihrem Versuch zu helfen, ein Ziel zu erreichen.
Wenn ein Projekt falsch gehändelt wird und das Geld verschwindet, werden Sie nicht entschädigt. Oftmals erhält man lediglich die Beta-Version des Produkts. Sie zahlen für einen Vorabzugriff und kaufen alle damit einhergehenden Probleme in allen Phasen des Produkts gleich mit.
Auch bekannte Firmen nutzen Kickstarter, um ihre Produkte auf den Markt zu bringen – es ist ein sicherer Weg für sie, die Nachfrage abzuschätzen und ein gewisses Interesse zu wecken, gegen den Druck eines tickenden Countdowns. Obwohl die meisten Unternehmen durchaus in der Lage wären, ihre Produkte direkt auf den Markt zu bringen, wenden sie sich lieber mit dem Versprechen schöner neuer Technologien an die Endverbraucher. Sie sollten also keiner dieser Endverbraucher sein, es sei denn, Sie müssen unbedingt der Erste sein, der ein entsprechendes Produkt verwendet, und Sie haben genug Geld, dessen Verlust Sie sich leisten können.
Wir glauben zwar nicht, dass ein Kickstarter-Projekt das Risiko wert ist, aber da wir uns für coole neue Technologien interessieren, berichten wir über neue Kampagnen. In unseren Kaufempfehlungen werden Sie niemals auf einen 3D-Drucker aus einem Kickstarter-Projekt stoßen, es sei denn, seine Kampagne ist bereits abgeschlossen und der Drucker ist im Einzelhandel erhältlich, mit allen Sicherheiten, die ein Kauf in einem Laden mit sich bringt.
Aber wo ist der Ultimaker? Oder Formlabs? Was ist mit Raise3D? Desktop Metal?
In der Vergangenheit haben wir die besten professionellen 3D-Drucker neben den Geräten aufgelistet, die wir als Verbraucher- oder Hobbygeräte betrachten (die Drucker, auf die wir uns hauptsächlich konzentrieren). Ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen, wir wissen.
Aus diesem Grund haben wir All3DP Pro ins Leben gerufen, einen Bereich, der sich ausschließlich mit professionellen 3D-Druckern und additiven Fertigungslösungen befasst. Einen Überblick über den Markt für 3D-Drucker für geschäftlichen Einsatz finden Sie bei All3DP Pro.
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