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Desktop-UV-Druck

Was ist ein UV-Drucker und warum Bambu Lab diesen Markt erobern will

Bild vonCarolyn Schwaar
Von Carolyn Schwaar
Aktualisiert am 26. Aug 2026

Der UV-Druck war jahrzehntelang in Werbetechnik-Werkstätten, Druckereien und Fabriken zu Hause. Jetzt schrumpft die Technologie auf Desktop-Format. Der Einstieg von Bambu Lab könnte diesen Wandel deutlich beschleunigen. Aus einem teuren Spezialgerät wird so schon bald ein weiteres Standardwerkzeug für Maker.

  • Bambu Lab hat gegenüber All3DP bestätigt, dass sich der eigene UV-Drucker in der Entwicklung befindet.
  • UV-Drucker spritzen UV-härtende Tinte auf Objekte aus Acryl, Holz, Glas und Metall. Diese Tinte wird anschließend mithilfe von ultraviolettem Licht ausgehärtet.
  • Zu den Desktop-Konkurrenten gehören der O1 Omni von xTool für 1.549 €, der ePrint von Longer für 2.140 € und der E1 von EufyMake für 2.020 €.
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Zuerst 3D-Drucker, dann Lasergravur und nun der UV-Druck: Die Ambitionen von Bambu Lab erstrecken sich offensichtlich über die gesamte Maker-Werkstatt.

Bambu Lab hat gegenüber All3DP bestätigt, dass das Unternehmen an einem UV-Drucker-Projekt für Endverbraucher arbeitet.

„Als wir Bambu Lab gründeten, reichte unsere Vision weit über die Entwicklung eines einzelnen Maschinentyps hinaus. Wir wollten ein persönliches Fertigungszentrum schaffen“, erklärte Nadia Yaakoubi, Head of PR & Communications bei Bambu Lab. „Diese Vision hat sich seit der Markteinführung des X1C nicht verändert. Was jedoch klarer und präziser geworden ist, ist unser Einblick in diesen unterversorgten Markt. Genau dieser Gedanke liegt unserer jüngsten Expansion in die Laser- und UV-Produktlinien zugrunde.“

Aber warum gerade UV-Druck?

EufyMake (ehemals AnkerMake) brachte im vergangenen Jahr den E1 auf den Markt, einen UV-Harzdrucker, der strukturierte Grafiken auf über 300 Materialien drucken kann, darunter auch 3D-Drucke (Quelle: EufyMake)

Für alle, die aus dem 3D-Druck kommen, mag die UV-Kategorie wie eine unbekannte Welt erscheinen. UV-Drucker sind in Elektrofachmärkten oder normalen Heimbüros selten zu finden. Im kommerziellen Druck sind sie jedoch fest etabliert. Dort verkaufen Unternehmen wie Mimaki, Roland DG, Epson, Canon, Fujifilm, Mutoh, Agfa und swissQprint bereits seit Jahren UV-Systeme.

Was sich ändert, ist der Maßstab.

Die Technologie, die einst hauptsächlich Druckereien und Fabriken vorbehalten war, wird immer kompakter, günstiger und zunehmend automatisierter. So weckt sie das Interesse von Kreativen, kleineren Etsy-Shops, Makerspaces und ernsthaften Hobbyanwendern. Bambu Lab kommt vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Der UV-Druck steht nämlich kurz davor, seinen eigenen großen Durchbruch bei Endverbrauchern zu erleben – ähnlich wie einst der 3D-Druck.

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Also, was ist ein UV-Drucker?

Die rollengesteuerte UV-DTF-Anlage von xTool kann Transfers mit einer Länge von bis zu 15 Metern produzieren, wodurch sich die Maschine sowohl für die Kleinserienfertigung als auch für individuelle Einzelanfertigungen eignet (Quelle: xTool

Wir haben hier bei All3DP bereits über einige dieser Maschinen berichtet. Darunter befindet sich auch der bahnbrechende EufyMaker E1, der im vergangenen Jahr auf Kickstarter 45 Millionen US-Dollar von über 17.000 Unterstützern einsammeln konnte.

Die einfachste Beschreibung eines UV-Druckers lautet: Es handelt sich um einen Tintenstrahldrucker, der direkt auf ein Objekt oder Material druckt. Anschließend wird die Tinte mit ultraviolettem Licht ausgehärtet.

Der UV-Druck ähnelt dem Resin-3D-Druck, nur dass er quasi seitlich gedreht und abgeflacht wurde. In einem Resin-3D-Drucker härtet UV-Licht Schichten aus Photopolymer-Resin aus, um ein dreidimensionales Objekt aufzubauen. Bei einem UV-Drucker hingegen werden mikroskopisch kleine Tröpfchen UV-härtender Tinte auf die Oberfläche eines bestehenden Objekts gespritzt und direkt dort ausgehärtet. Das Ergebnis ist eine dünne, haltbare Farbschicht und kein eigenständiges Bauteil. Dennoch kann durch wiederholte Druckdurchgänge Material von bis zu einigen Millimetern Dicke aufgebaut werden. UV-Drucker können Designs auf Oberflächen wie T-Shirts drucken und dünne Objekte wie Untersetzer herstellen.

Ein typischer Flachbett-UV-Drucker kann, je nach Funktionsumfang, ein Design auf Acryl, Holz, Glas, Metall und Keramik drucken. Zu den weiteren bedruckbaren Materialien zählen Leder, beschichtete Stoffe, Kunststoffe, Leichtschaumplatten, Materialien für Werbeschilder oder bereits fertige Objekte wie etwa eine Handyhülle.

Zubehör erweitert die Möglichkeiten von UV-Druckern noch weiter. Rotationsvorrichtungen ermöglichen das Bedrucken von Flaschen und Bechern. Es gibt auch eine Option für den Direct-to-Film-Druck (UV-DTF). So lassen sich Designs auf ein anderes Objekt übertragen, um auch Formen zu verzieren, die man nicht einfach flach unter den Druckkopf legen kann.

Das Ergebnis ist eine Technologie, die irgendwo zwischen einem gewöhnlichen Tintenstrahldrucker, einem 3D-Drucker, einem Schneideplotter und einem Lasergravierer angesiedelt ist. Genau diese Überschneidung ist der Grund, warum ein Einstieg für Bambu Lab so sinnvoll sein könnte.

Der UV-Druck ist etabliert. Der UV-Druck für Heimanwender noch nicht

Morpho ist einer von mehreren Newcomern, die darauf setzen, dass der UV-Druck bereit ist, den Sprung von der Druckerei auf den Schreibtisch zu schaffen (Quelle: Morpho)

Im gewerblichen Bereich des Marktes ist die UV-Drucktechnologie längst etabliert. Was die professionellen Maschinen in der Vergangenheit von den neuen Desktop-Geräten unterschied, war jedoch nicht nur ihre Größe. Es waren auch der Preis, der Arbeitsablauf, der Wartungsaufwand und die eigentliche Zielgruppe.

Dennoch galten selbst die bisherigen Versuche der Branche in Sachen „Einstiegsmodell“ eher als Einstieg für ein professionelles Druckunternehmen. Als Epson beispielsweise 2024 seinen ersten Desktop-UV-Flachbettdrucker, den SureColor V1070, vorstellte, lag der Einführungspreis bei ca. 7.300 €. Epson positionierte das Gerät ganz gezielt als kostengünstigere Option für Kleinunternehmen, E-Commerce-Verkäufer, Maker-Märkte und Home-Business-Anwendungen. Der kompakte BD-8 von Roland DG kam im selben Jahr auf den Markt und richtete sich ebenfalls an Heimgeschäfte, kleine Büros, Einzelhandelsgeschäfte und UV-Erstanwender.

Dann kam EufyMake mit einem Startpreis von 2.020 €. Mit dem E1 rückte das Konzept drastisch näher an den Bereich der Consumer-Hardware heran. Zudem führte das Gerät ein Desktop-Gehäuse, automatisierte Positionierung und Selbstreinigungsfunktionen ein. Abgerundet wurde das Paket durch optionalen Rotationsdruck, UV-DTF-Ausrüstung sowie ein auf Verbraucher zugeschnittenes Ökosystem für Software und Vorlagen.

Die wichtigsten Marken für Desktop-UV-Drucker

Bambu Lab tritt nicht in einen leeren Markt ein. In den letzten Jahren ist eine neue Gruppe von UV-Druckern entstanden. Diese richten sich speziell an Maker, Kreative, Heimgeschäfte und kleine Werkstätten. Erst letzte Woche wurde mit dem Morpho ein weiteres Modell auf den Markt gebracht. Bemerkenswert ist dabei, dass viele der dahinterstehenden Unternehmen im Bereich des Desktop-3D-Drucks und des Laserschneidens bereits bekannte Namen sind.

xTool ist bereits für seine Desktop-Lasercutter bekannt. Im Juli brachte das Unternehmen nun seinen ersten UV-Drucker, den O1 Omni Printer, auf den Markt. Je nach Konfiguration kombiniert der O1 direkten UV-Druck mit UV-DTF und Direct-to-Garment-Druck. Sein UV-System kann auf Acryl, Holz, Glas und Metall drucken. Durch Zubehör lässt sich das System auf zylindrische Objekte und Transferfilm-Workflows erweitern. Der O1 ist ab 1.549 € erhältlich und kann derzeit vorbestellt werden. Damit ist xTool eine der neuesten Maker-Hardware-Marken, die sich in dieser Kategorie engagieren.

Longer ist ein weiteres Unternehmen mit Wurzeln im Bereich erschwinglicher 3D-Drucker und Lasercutter. Mit dem ePrint hat es einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Das Desktop-Gerät verfügt über zwei Druckköpfe sowie 12 Tintenkanäle. Es kombiniert den herkömmlichen UV-Druck mit UV-DTF-, DTF- und DTG-Workflows. Das Flachbett bietet Platz für Objekte mit einer Größe von bis zu 310 × 420 mm. Longer hat den Drucker ganz bewusst als Ausrüstung für Personalisierungsunternehmen und nicht für traditionelle Druckereien positioniert. Der ePrint wird derzeit für 2.140 € angeboten. Die ersten Auslieferungen sind für Ende August 2026 geplant.

Longer präsentiert den ePrint als vielseitiges Werkzeug für die individuelle Gestaltung, das Materialien von Acryl und Holz bis hin zu Glas, Metall und Leder unterstützt (Quelle: Longer)

HeyGears verfolgt mit seiner G1-Serie wohl den ungewöhnlichsten Ansatz. Das System bewegt sich genau an der Schnittstelle zwischen UV-Druck und 3D-Druck. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch einige Wochen und hat bereits mehr als 12 Millionen US-Dollar eingebracht. Im normalen UV-Modus verfügt die Maschine über ein 420 × 330 mm großes Flachbett und ein Acht-Kanal-Tintensystem. So lassen sich sowohl herkömmliche Grafiken als auch erhabene Texturen drucken. Das High-End-Modell G1X geht sogar noch einen Schritt weiter. Es nutzt Material Jetting und spezielle Photopolymer-Resins, um vollfarbige 3D-Objekte mit löslichem Stützmaterial zu erstellen. Dadurch ist das Gerät weniger ein reiner UV-Flachbettdrucker als vielmehr ein Hybrid aus UV-Drucker und vollfarbigem Material-Jetting-3D-Drucker. Dies macht es besonders für eine Zielgruppe interessant, die bereits mit der additiven Fertigung vertraut ist.

HeyGears treibt den UV-Druck in Richtung additive Fertigung voran: Die G1-Serie kann sowohl dicke, strukturierte Oberflächen als auch herkömmliche Vollfarbdrucke erzeugen (Quelle: HeyGears)

EufyMake ist derzeit eines der deutlichsten Beispiele dafür, wie der UV-Druck als Maker-Werkzeug für Endverbraucher neu verpackt wird. Der E1 verfügt über ein 330 × 420 mm großes Flachbett. Er kann CMYK, Weiß und Lack drucken und sogar erhabene Texturen von bis zu 5 mm Höhe erzeugen. Optionale Module erweitern das System um Rotationsdruck und UV-DTF-Transfers. Automatische Positionierung und ein selbstreinigendes Tintensystem sollen den Einrichtungs- und Wartungsaufwand reduzieren, der traditionell mit UV-Druckern verbunden ist. Der E1 ist in Europa derzeit ab etwa 2.400 € erhältlich. Damit ist das Gerät deutlich näher an Premium-Maker-Hardware als an herkömmlichen kommerziellen Druckmaschinen.

Procolored verkauft schon länger relativ kompakte UV-Drucker als die meisten dieser neueren Maker-Marken. Allerdings hat das Unternehmen seine Preise nicht gesenkt. Die Produktpalette aus A5-, A4-, A3- und größeren Maschinen bewegt sich im Bereich von 2.000 bis 5.000 €. Der V6 Panda ist das neueste A4-Desktop-Modell. Es druckt direkt auf Objekte wie Handyhüllen, Acryl, Leder, Schilder und kleine Werbeartikel. Dabei werden Objekte mit einer Höhe von bis zu 110 mm unterstützt. Die Maschinen von Procolored zeigen, dass vergleichsweise kleine und erschwingliche UV-Drucker bereits vor der aktuellen Welle existierten. Deren Workflow und Aufmachung waren jedoch traditionell eher auf den Druckbedarf kleinerer Unternehmen als auf ausgereifte Consumer-Geräte ausgerichtet.

Der „Panda“ von Procolored repräsentiert das etabliertere, preisbewusste Segment des UV-Desktopdrucks und richtet sich vor allem an kleine Unternehmen im Bereich der Individualisierung (Quelle: Procolored)

Morpho ist ein weiterer Neuling, der mit seinem Morpho Desktop UV Printer auf Endverbraucher und Kleinunternehmen abzielt. Das Gerät wird derzeit über Kickstarter angeboten. Die geschlossene Maschine nutzt Kameras, Streifenlichtscans und eine automatische Höhenerkennung, um Objekte zu positionieren. Das nachfüllbare Tintensystem unterstützt CMYK, Weiß und Lack. Morpho legt zudem großen Wert auf einen wartungsarmen Betrieb. Dafür sorgen eine Zirkulation der weißen Tinte, Düsenkompensation und automatische Reinigungsfunktionen. Das Pro-Modell verwendet einen Acht-Kanal-Druckkopf (Epson i3200) und kann angeblich bis zu 60 mm erhabene Texturen erzeugen. Die Kickstarter-Preise beginnen bei 1.540 € für das Standardmodell und bei 2.570 € für die Pro-Version.

Mit der Ankunft von Bambu Lab stößt ein weiteres großes Maker-Hardware-Unternehmen zu einer Kategorie, die plötzlich überraschend viele von ihnen anzieht. EufyMake, xTool, Longer, HeyGears und nun auch Bambu Lab sind alle zu dem gleichen Schluss gekommen. Der UV-Druck könnte bereit sein, ein fester Bestandteil des Desktop-Fertigungs-Toolkits zu werden.

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Warum Bambu Lab?

Das Sortiment an 3D-Druckern von Bambu Lab wird bald um einen eigenständigen Lasergravierer und einen UV-Drucker erweitert (Quelle: Bambu Lab)

Die wahre Bedeutung von Bambu Lab liegt nicht darin, eine weitere Methode erfunden zu haben, um Farbe auf Objekte zu bringen. Die eigentliche Bedeutung besteht vielmehr darin, dass das Unternehmen bereits bewiesen hat, dass es technisch anspruchsvolle Fertigungsanlagen in benutzerfreundliche Geräte verwandeln kann, die sich fast wie normale Haushaltsgeräte anfühlen.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Context sicherte sich Bambu Lab im Jahr 2025 ganze 37 % der weltweiten Auslieferungen von Einstiegs-3D-Druckern. Damit übernahm das Unternehmen die Führung in der Kategorie unter 2.500 US-Dollar. Auch im ersten Quartal 2026 blieb Bambu Lab der weltweite Marktführer. Context beschrieb zudem einen umfassenderen „Bambu-Effekt“. Dabei haben leistungsstarke Einstiegsmaschinen die Nutzer von deutlich teureren professionellen FDM-Druckern abgeworben.

Das ist genau der Präzedenzfall, auf den die Hersteller von UV-Druckern wohl achten sollten.

Bambu hat die Fused-Filament-Fabrication (FDM) nicht neu erfunden. Aber das Unternehmen hat Geschwindigkeit, Automatisierung, Multimaterialdruck, Kalibrierung, Software-Integration und ausgefeilte Hardware in Kombinationen verfügbar gemacht, die einen Großteil des etablierten 3D-Drucker-Marktes für Verbraucher zum Reagieren zwangen.

Der UV-Druck hat derzeit viele der gleichen Reibungspunkte, die auch der Desktop-3D-Druck hatte – und in mancher Hinsicht noch immer hat.

Die Tinte muss vorsichtig gehandhabt werden und Druckköpfe können verstopfen. Weiße Pigmente können sich absetzen und müssen zirkulieren. Zudem haben verschiedene Materialien unterschiedliche Hafteigenschaften und erfordern manchmal eine Grundierung. Der Abstand zwischen Druckkopf und Objekt ist entscheidend. Und die Wartung setzte in der Vergangenheit immer einen technisch versierteren Bediener voraus.

Sogar die Stellenanzeigen von Bambu spiegeln diese Situation wider.

Laut 21st Century Business Herald und 36Kr stellt Bambu ein Team für mehr als zehn Entwicklungsbereiche zusammen. Dazu gehören die Antriebselektronik für den Druckkopf, die Steuerung der Jetting-Wellenform, die Entwicklung der Tintenwege, die Materialvalidierung und die Software-Integration. Zu den ersten Positionen gehörten Berichten zufolge UV-Druck-Spezialisten und FPGA-Ingenieure. Ebenso wurden Inkjet-Control-Ingenieure und Maschinenbauingenieure gesucht, die an den Tintenzufuhrsystemen arbeiten.

Mit anderen Worten: Das Problem, das Bambu offenbar in Angriff nimmt, lautet nicht einfach nur „Einen UV-Drucker billiger machen“.

Ein natürlicher Partner für 3D-Drucker und Laser?

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum der UV-Druck in die Maker-Welt gehört: Er löst ein Problem, an dem andere digitale Fertigungswerkzeuge weitgehend scheitern.

Ein 3D-Drucker stellt das Objekt her. Ein Lasercutter formt oder graviert es. Eine CNC-Maschine bearbeitet es. Aber keines dieser Werkzeuge ist besonders gut darin, eine vollfarbige Grafik in Fotoqualität direkt auf die fertige Oberfläche aufzubringen.

Laut EufyMake war genau diese Lücke eine der Motivationen hinter der Entwicklung des E1. Das Team beobachtete Maker, die 3D-Drucker, Lasercutter und Holzbearbeitungswerkzeuge verwendeten, aber keine zugängliche Möglichkeit hatten, ihre Kreationen mit professionellen Farben und Grafiken zu versehen. Gemeinsam können Maker nun Objekte drucken, sie anschließend in ihren UV-Drucker legen und mit einer vollfarbigen Grafik versehen.

Diese Logik gilt umso mehr für Bambu Lab, dessen Kunden ohnehin schon Objekte zu Hause herstellen.

Wenn Bambu die Kosten für einen leistungsfähigen UV-Drucker senken und gleichzeitig die Einrichtung und Wartung automatisieren kann, könnte das Unternehmen dem professionellen UV-Markt bestehende Kunden abwerben. Genau das ist bereits bei einigen Herstellern im Bereich des 3D-Drucks geschehen. Darüber hinaus könnten ganz neue Kunden gewonnen werden, die zuvor niemals in Erwägung gezogen hätten, überhaupt einen UV-Drucker zu besitzen.

Bislang ist jedoch noch fast alles über den UV-Drucker von Bambu Lab unbekannt. Es gibt keine Ankündigungen zur Druckfläche, Tintenkonfiguration, zum Druckkopf, Preis oder Veröffentlichungsdatum. Wir wissen nicht, ob das Unternehmen ein herkömmliches Flachbett bauen, den zylindrischen Druck in den Vordergrund stellen oder UV-DTF-Transfers unterstützen wird. Ebenso unklar ist, ob man auf dicken Reliefdruck setzt oder vielleicht versucht, mehrere dieser Funktionen miteinander zu kombinieren.

Was auch immer passiert: Die nächste Maschine, die in einer Heimwerkstatt neben einem 3D-Drucker und einem Lasercutter steht, stellt das Objekt vielleicht gar nicht selbst her. Möglicherweise verleiht sie ihm einfach nur Farbe.

Über den Autor:
Carolyn is All3DP’s senior editor and a journalist with 25+ years covering business and technology. Passionate about making tech accessible, her work also appears on Forbes.com.
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