Featured image of PrusaSlicer 2.9.6 Beta bringt ColorMix: Mehrfarbiger 3D-Druck ohne kompliziertes Setup Source: Prusa Research
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PrusaSlicer 2.9.6 Beta bringt ColorMix: Mehrfarbiger 3D-Druck ohne kompliziertes Setup

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Von Matthew Mensley
Aktualisiert am 27. Mai 2026

Prusa Research hat eine Beta-Version von PrusaSlicer 2.9.6 zusammen mit einem EasyPrint-Update veröffentlicht. Beide enthalten Prusa ColorMix, die Interpretation des Unternehmens der FullSpectrum-Filamentmischtechnik, die sich in den letzten drei Monaten unter den Desktop-Slicern verbreitet hat.

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Obwohl Prusa Research der einzige Hersteller ist, der seit Jahren einen ausgereiften, spülfreien Multimaterial-3D-Drucker anbietet (den Prusa XL — erschienen 2023), hat sich das Unternehmen bewusst Zeit gelassen, um den brandneuen Farbmischtrend des 3D-Drucks zu implementieren. Kurz zur Erinnerung: Wenn Sie dünne Schichten verschiedener Farben in einem Druck übereinanderlegen, wirken sie wie eine völlig andere Farbe.

Es handelt sich um eine optische Täuschung, für deren Steuerung Slicer nun in rasantem Tempo angepasst werden. Auf diese Weise können Sie aus den in Ihrem System geladenen Basismaterialien ganz gezielt viele weitere virtuelle Filamentfarben erzeugen.

Der Ansatz von Prusa ist eine intuitive Weiterentwicklung, die den Komfort des Cloud-Slicers EasyPrint nutzt. Dahinter steht die Idee, dass die virtuellen Farben einfach direkt für Sie zur Verfügung stehen sollten, anstatt etwas zu sein, das Sie erst mühsam selbst austüfteln müssen.

Das Prusa ColorMix-Modell, das unter MIT-Lizenz als prusa3d/prusa-fdm-mixer auf GitHub veröffentlicht wurde, basiert auf der Yule-Nielsen-Halbtonformel, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag erklärt. Es ist dieselbe mathematische Methode, mit der modelliert wird, wie Farbtintentropfen auf Papier einen konsistenten Farbton erzeugen – hier jedoch mit empirischen Korrekturen, die auf Messungen von tatsächlich gedrucktem Prusament PLA auf einem Prusa XL basieren.

Dies hebt die Arbeit von Prusa vom ursprünglichen OrcaSlicer-FullSpectrum und Implementierungen wie dem Color Mixer Studio von Bambu Studio ab, die beide die filament-mixer-Bibliothek von Justin H. Rahb nutzen. Während diese in einem Slicer zwar funktioniert, um das Ergebnis der Mischung zweier bestimmter Filamentfarben besser zu visualisieren, spiegelt sie nicht immer die gedruckte Realität wider. Prusa hat stattdessen den Vorhersage-Aspekt anhand von Messungen realer Druckergebnisse komplett neu aufgebaut.

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Dies bindet ColorPrint naturgemäß ein Stück weit an das Prusa-Ökosystem, was das Unternehmen auch offen einräumt: Die bisherige Validierung nutzt Prusament PLA auf einem Prusa XL, mehr nicht. PETG, ABS, PLA von Drittanbietern und Effektfilamente wie Glitter oder Metallic sind nicht im Kalibrierungsdatensatz enthalten. Um dies für eine breitere Nutzung zu korrigieren, hat Prusa das Modell für Tests bereitgestellt und ermutigt zu öffentlichen Vergleichstests — zudem ist das Unternehmen offen für die Einsendung neuer Daten durch die Community.

Darin liegt eine schöne Symmetrie. OrcaSlicer-FullSpectrum befindet sich vier Forks weiter unten in der Entwicklungslinie des PrusaSlicers (über Bambu Studio, Orca Slicer und Snapmaker Orca). Das Feature wurde auf dieser Abstammung aufgebaut und ist nun wieder dorthin zurückgekehrt. Die Lösung von Prusa ist wohl die technisch präziseste Version bisher, da sie das Problem löst, dass das, was Sie im Slicer sehen, bislang nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Druckergebnis übereinstimmte.

Die PrusaSlicer 2.9.6 Beta steht für Mac, Windows und Linux zum Download bereit. Da es sich um eine Beta-Version besteht das Risiko von Instabilitäten. Laden Sie sie also nur herunter, wenn Sie damit einverstanden sind. Mehr darüber erfahren Sie im Prusa-Blog.

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Über den Autor:
Matthew Mensley is a senior editor at All3DP with nine years covering consumer 3D printing hardware. He writes news, reviews, and buying guides with the clarity of someone who's seen enough hype cycles to know which ones to take seriously.
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