Von September bis Dezember werden 24 reale Aufgabenstellungen die Maker-Community auf MakerWorld herausfordern. Das Ziel ist es, 3D-gedruckte Lösungen für alltägliche Bedürfnisse im Bereich Barrierefreiheit zu entwerfen.
Bambu Lab hat sich mit sieben Organisationen für Barrierefreiheit zusammengetan, um den Make for Good: Accessibility Design Contest ins Leben zu rufen. Das ist ein Wettbewerb auf MakerWorld, der sich auf konkrete, alltägliche Bedürfnisse konzentriert, anstatt auf offene Ideen für unterstützende Technologien.
Diese Initiative ist eine Abkehr von den traditionellen Wettbewerben, bei denen mit CAD-Fähigkeiten geprahlt wird oder Cosplay-Requisiten im Mittelpunkt stehen. Laut Bambu Lab ist es das erste Mal, dass das Unternehmen seine Designer-Community mobilisiert, um direkt mit Organisationen zusammenzuarbeiten, die gezielt auf spezifische, individuelle Bedürfnisse eingehen.
Der Wettbewerb läuft vom 16. September bis zum 15. November und steht allen offen. Ihre Entwürfe müssen sich jedoch an den spezifischen Bedürfnissen und Anforderungen orientieren, die in jeder der 24 Aufgabenstellungen detailliert beschrieben sind.
Sieben Organisationen für Barrierefreiheit stehen hinter den 24 Aufgabenstellungen. Darunter befindet sich PrintLab, das Fallstudien aus seinem Make:able Challenge-Programm beigesteuert hat. Ein weiteres Highlight ist MakeGood, eine Organisation, die an adaptiven Sportgeräten arbeitet. Ebenfalls dabei ist Makers Making Change, deren Open-Source-Gerätenetzwerk weltweit bereits über 30.000 Hilfsmittel ausgeliefert hat.
Hier sind einige der Design-Aufgabenstellungen
SecondSock (Rightfooted Foundation International): Sucht nach einem fußbetriebenen Hilfsmittel. Die Idee ist, der Gründerin Jessica Cox zu ermöglichen, eine zweite Socke über ihre Ferse zu ziehen. Jessica ist als weltweit erste lizenzierte Pilotin ohne Arme bekannt und erledigt die meisten alltäglichen Aufgaben mit den Füßen. Das Gerät soll den fehlenden Halt ausgleichen, der entsteht, wenn der erste Fuß bereits bekleidet ist.
PlayforAll (PrintLab): Fordert ein barrierefreies Brettspiel für Menschen mit Zerebralparese. Die Aufgabe basiert auf echten Fallstudien aus dem Make:able Challenge-Programm der Organisation. Der Fokus liegt darauf, Spielern zu helfen, die herkömmliche Spielfiguren als zu klein oder zu schwierig empfinden, um sie selbstständig zu handhaben.
PaddleUp (MakeGood): Verlangt nach einer Halterung für Pickleball-Schläger. Ziel ist es, Spielern mit verringerter Hand- und Armkraft die Teilnahme am Spiel zu ermöglichen, ohne den Schläger mit Klebeband am Arm befestigen zu müssen.
StringAlong (Makers Making Change): Bittet um adaptive Hilfsmittel für das Gitarrenspiel, wie Plektrenhalter, Anschlaghilfen und Akkord-Unterstützungen. Die Zielgruppe sind Musiker mit eingeschränkter Handkraft oder Mobilität.
Nach einer zweimonatigen Einreichungsfrist werden die Partnerorganisationen einen Monat lang die in die engere Wahl gezogenen Entwürfe drucken. Außerdem werden sie diese direkt mit den Personen testen, die die Aufgabenstellungen inspiriert haben. Die Gewinnerprojekte werden in öffentlich zugängliche Bibliotheken für unterstützende Technologien aufgenommen. Die Verteilung erfolgt über Freiwilligennetzwerke, die bereits in über 70 Ländern aktiv sind. Zu diesen Netzwerken gehören Makers Making Change, die bereits über 30.000 Geräte ausgeliefert haben, und Ayúdame3D, die seit 2017 mehr als 1.000 Hilfsmittel verschickt haben.
Alle Details zu den Aufgabenstellungen sind auf der Wettbewerbsseite von MakerWorld verfügbar.
Lizenz: Der Text von "Make for Good: MakerWorld startet 3D-Druck-Wettbewerb für Barrierefreiheit" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.