Elegoos erster 3D-Scanner kann ab sofort vorbestellt werden und wird in den nächsten Wochen ausgeliefert. Er funktioniert auch ohne Kabel und streamt die Scandaten per schnellem WLAN oder per Kabel an Ihren Computer.
Nach Creality bietet nun auch Elegoo seinen Kunden einen 3D-Scanner an und kommt damit Bambu Lab zuvor. Die neue Hardware-Synergie ergänzt die 3D-Drucker des Unternehmens. Der Elegoo M1 Ultra kann ab sofort in der EU und Großbritannien vorbestellt werden. Der Frühbucherpreis von 1.599 € liegt 100 € unter der späteren UVP von 1.699 €.
Bambu Labs eigener Scanner, der S1, wurde am 12. Oktober angekündigt. Bislang können Sie sich dafür aber nur für E-Mail-Updates anmelden. Der Marktstart wird für November erwartet.
Zu den Eckdaten: Der Elegoo M1 Ultra wiegt 511 g und hat einen 3-Zoll-Touchscreen, über den Sie das Gerät bedienen und den Scanfortschritt verfolgen. Er hat die typische Stabform von Handscannern und läuft mit einem herausnehmbaren Akku mit 4.800 mAh. Wie lange der Akku beim Scannen durchhält, gibt Elegoo nicht an. Laut Hersteller dauert es aber 1,5 Stunden, ihn von leer auf 80 % zu laden. Ein Ersatzakku liegt dem Scanner bei.
Im Inneren arbeitet eine Kombination aus mehreren blauen Laserprojektionen (Kreuzlinien, parallele Linien und Einzellinie) und Nahinfrarot (NIR). Daraus ergeben sich mehrere Scanmodi. Laut Elegoo erfasst der Scanner damit große Flächen schnell, scannt kleinere Bereiche sehr detailliert und bildet auch die Tiefe von Löchern und Vertiefungen ab. Außerdem kommt er mit dunklen und reflektierenden Oberflächen zurecht und scannt Objekte im Freien bei direktem Licht, mit oder ohne Tracking-Marker.
Laut Elegoo kann der M1 Ultra sowohl globale als auch lokale Marker verfolgen. Im Nahinfrarot-Modus läuft das Tracking ausschließlich über Objektmerkmale (Feature-Tracking).

Im NIR-Modus verbessert der mitgelieferte Objektivfilter die Ergebnisse im Freien. Dieses Zubehör findet sich immer häufiger bei Scannern mit zwei Lichtquellen wie diesem. Der Filter blendet in der Regel die anderen Wellenlängen des Lichts aus und reduziert so Störungen. Laut Elegoo funktioniert der NIR-Modus im Freien bis 80.000 Lux, was starker direkter Sonneneinstrahlung entspricht. Das hilft etwa, wenn Sie unterwegs eine Statue scannen und Tracking-Marker dort unpraktisch wären.
Der M1 Ultra hat zwar ein Display, auf dem Sie den Scan in Echtzeit verfolgen können. Elegoo deutet aber nirgends an, dass er völlig ohne Computer arbeiten kann. Vielmehr beschreibt das Unternehmen das Zusammenspiel von Scanner und Computer als Arbeitsteilung: Der Scanner verarbeitet und komprimiert die Daten und streamt sie per USB-Kabel oder WLAN an Ihren Computer.
Ohne einen leistungsstarken Computer werden Sie mit dem M1 Ultra also kaum weit kommen. Für ein flüssigeres Arbeiten unter Windows empfiehlt Elegoo eine Grafikkarte vom Typ Nvidia RTX 4060 mit 8 GB VRAM und 32 GB Arbeitsspeicher. Unter macOS sollte es ein Apple-M4-Chip mit 32 GB RAM sein.
Die beste Leistung erzielen Sie per Kabel. Im Lasermodus sind dann bei niedrigerer Auflösung (1.520 x 1.200) bis zu 100 Bilder pro Sekunde möglich. Bei einer drahtlosen Verbindung sinkt die Rate auf 60 FPS. NIR-Scans schaffen unabhängig von der Verbindungsart maximal 30 Bilder pro Sekunde.
Der Elegoo M1 Ultra kann im Elegoo-Onlineshop vorbestellt werden. Der vergünstigte Frühbucherpreis gilt bis zum 12. November.
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