Erstmals auf der Technologiemesse IFA Berlin im vergangenen Jahr vorgestellt, senkt Creality mit dem neuesten 3D-Drucker seiner Flaggschiff-Serie K2 den Preis, verzichtet auf Gehäusewände und Tür und bietet Mehrfarbdruck direkt ab Werk.
Wie immer beherrscht Creality die Kunst, Drucker auf den Markt zu bringen, deren Features sich zwar überschneiden, aber dennoch deutliche Unterschiede aufweisen (und praktisch jeden Bedarf abdecken). Nun hat Creality den K2 SE auf den Markt gebracht. Wir haben ihn erstmals im vergangenen Jahr auf der Technologiemesse IFA Berlin gesehen, noch vor der Ender 4 V4 und der SparkX i7 – zwei Druckern, die dem K2 SE in vielerlei Hinsicht ähneln, nicht zuletzt, weil es sich bei allen um offene Rahmenkonstruktionen handelt, die sich besser für Materialien mit niedrigen Temperaturen eignen.
Auf den ersten Blick könnten Sie meinen, die Creality K2 SE sei einfach nur eine kleinere K2 ohne Tür – doch so einfach ist es nicht. Der Drucker ist jetzt für 499 € erhältlich und wird als K2 SE Combo mit dem CFS-Filamentwechsler angeboten.
Die Linearschiene der X-Achse der K2 ist verschwunden und durch parallele Stahlstangen ersetzt worden, wie man sie von den Maschinen der K1-Serie kennt. Auch die Abdeckung des Druckkopfs orientiert sich optisch an der K1. Die K2 SE ist das kleinste Modell der K2-Serie mit einem Bauraum von 220 × 215 × 245 mm.
Die Kern-Druckspezifikationen bleiben weitgehend ähnlich: bis zu 500 mm/s Druckgeschwindigkeit (mit Vorsicht zu genießen – wie immer beeinflussen Druckobjekt und Einstellungen das Ergebnis). Eine Beschleunigung von 20.000 mm/s² sorgt für ein flottes Druckverhalten, auch wenn es interessant ist, dass die maximale Geschwindigkeit im Vergleich zu den angegebenen 600 mm/s der anderen K2-Modelle und der K1-Serie etwas niedriger ausfällt. Dramatisch ist das nicht, da man diese Geschwindigkeiten in der Praxis kaum je erreicht.
Beim K2 SE fehlt eine Kamera, wodurch auch keine KI-gestützte Überwachung zur Erkennung von „Spaghetti“-Fehldrucken oder Druckabbrüchen vorhanden ist, wie sie bei den anderen K2-Modellen üblich ist. Ebenso gibt es keinerlei Luftfilterung – aus offensichtlichen Gründen, da der Drucker ja offen konstruiert ist. Algorithmen zur Durchfluss- und Vibrationskompensation bleiben jedoch erhalten, um die Präzision auch bei hohen Geschwindigkeiten sicherzustellen.
Wie die anderen Drucker der K2-Serie kann auch der K2 SE bis zu vier CFS-Filamentwechsler nutzen und damit mit bis zu 16 Filamenten drucken. Es handelt sich allerdings um einen Einzeldüsen-Drucker, sodass beim Farbwechsel Spülabfall entsteht, der über eine Auswurfrinne an der Rückseite des Bauraums abgeführt wird.
Insgesamt wirkt das wie ein rundes Gesamtpaket – besonders, wenn Sie keine Kameraüberwachung benötigen und das kleinere Bauvolumen für Ihre Zwecke ausreicht. Bambu Lab hat kürzlich seinen offenen Drucker P1P eingestellt, dessen Kernfunktionen inzwischen vom P1S übernommen werden. Und nun bringt Creality eine offene Maschine auf den Markt, um diese Lücke zu schließen.
Berücksichtigt man zudem, dass die K1-Serie weiterhin als K1, K1C und K1 Max erhältlich ist und kürzlich mit dem CFS-C (299 €) eine neue Multicolor-Option erhalten hat, zeigt sich: Selbst zum aktuell reduzierten Preis kostet der K1C (wohl das stärkste Modell der Reihe; 449 €) in Kombination mit dem CFS-C mehr als die K2 SE Combo. Damit setzt diese die neue Preisuntergrenze für Crealitys CoreXY-Multicolor-Hardware.
Die Creality K2 SE Combo ist ab sofort im Creality-Webshop erhältlich.
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Lizenz: Der Text von "Creality K2 SE kommt auf den Markt und könnte ein besserer Kauf als die K1C sein" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.