Der modulare Drucker mit zwei Druckköpfen wurde entwickelt, um alles von Acryl und Metall bis hin zu T-Shirts und Transfer-Aufklebern zu bedrucken, wobei die Vorbestellerpreise bei 1.549 € beginnen.
xTool hat gerade den O1 Omni vorgestellt, ein Desktop-Drucksystem, das vier Dekorationsverfahren in einem einzigen Gerät kombiniert: UV-, Textildirektdruck- (DTG), Direct-to-Film- (DTF) und UV-DTF-Druck. Nein, das Gerät druckt keine 3D-Teile und Modelle wie die Drucker, die Sie vielleicht gewohnt sind, aber es ist Teil einer neuen Welle von Maschinen für eine neue Art von Maker.
Das Unternehmen beschreibt den O1 Omni als den weltweit ersten „4-in-1-Omni-Drucker“ und positioniert ihn als Alternative zum Betrieb separater Geräte für starre Objekte, Kleidung und Transfer-Aufkleber. Laut xTool kann der Drucker Materialien wie Holz, Acryl, Glas, Metall und Stoff verarbeiten. Er kann auch wasserfeste UV-DTF-Transfer-Aufkleber für gekrümmte oder unregelmäßig geformte Objekte herstellen.
Das Herzstück des Systems bildet eine Dual-Druckkopf-Architektur, die in mehreren werksseitig konfigurierten Versionen angeboten wird, denn eine einzelne Version kann nicht alles. Käufer können eine auf UV fokussierte Konfiguration mit einem oder zwei UV-Druckköpfen oder ein hybrides Setup wählen, das UV- und Textildruck-Hardware kombiniert.

Die Dual-UV-Version soll die Produktionsgeschwindigkeit gegenüber anderen xTool-Modellen erhöhen und fortschrittlichere Effekte unterstützen. Laut xTool können weiche, flexible und harte weiße Tinten sowie fluoreszierende Tinten, die unter Schwarzlicht sichtbar werden, verwendet werden.
Eines der Hauptmerkmale des O1 Omni ist das Pixel-Scan-Bildgebungssystem von xTool. Es kombiniert einen Contact Image Sensor (CIS) mit laserbasierter Oberflächenerfassung, um eine exakte (1:1) Darstellung der im Drucker platzierten Objekte zu erfassen.
Im Gegensatz zu einer Weitwinkelkamera von oben soll das CIS-System Linsenverzerrungen und Ausrichtungsfehler an den Rändern des Arbeitsbereichs vermeiden. Laut xTool ermöglicht dies einen vorrichtungsfreien „Drop and Print“-Workflow, bei dem Sie Objekte frei platzieren, scannen und das Design direkt über dem resultierenden Bild positionieren können.
Die Lasererfassung prüft außerdem die Höhe des Werkstücks und stellt automatisch den Abstand des Druckkopfs ein, was das Risiko von Kollisionen mit unebenen oder erhabenen Objekten verringern sollte.
In Kombination mit einem optionalen Rotationsaufsatz kann das System ein digitales Modell für laut xTool rund 90 % der gängigen zylindrischen Objekte erstellen, einschließlich Tassen und Bechern. Sie können sich dann eine Vorschau des Designs ansehen, das um das virtuelle Objekt gewickelt ist, bevor Sie den Druckvorgang starten.
Der O1 Omni ist nicht auf herkömmlichen, flachen Farbdruck beschränkt. Laut xTool können die UV-Konfigurationen erhabene Texturen mit einer Dicke von bis zu 7 mm aufbauen. Die mitgelieferte Software xTool Studio enthält nach Angaben des Unternehmens eine Bibliothek mit mehr als 2.000 Texturen sowie Werkzeuge zur Erstellung von Reliefs und Lentikularbildern. Letztere sind so konzipiert, dass sie Grafiken erzeugen, die sich scheinbar bewegen oder verändern, wenn sie aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden.
Die Software verbindet den Drucker auch mit kompatiblen Lasermaschinen von xTool. Sie könnten beispielsweise eine Vollfarbgrafik mit dem O1 Omni drucken, bevor Sie dasselbe Design an einen Lasercutter senden, um dessen Umriss auszuschneiden. Die automatische Objekt- und Konturenerkennung soll die Notwendigkeit verringern, das Design manuell neu auszurichten.

xTool baut rund um den Drucker ein modulares Zubehörsortiment auf. Zu den angekündigten Optionen gehören ein Rotationsaufsatz, eine Ablage für den Textildruck, ein Rolleneinzug und eine Laminator-Integration.
Wie beim eigentlichen Drucker auch, werden der Nutzen und die Gesamtkosten dieser Workflows stark davon abhängen, welches Zubehör in den einzelnen Paketen enthalten ist und welches separat erworben werden muss.
Der xTool O1 Omni wird in drei Konfigurationen angeboten:
Kunden können eine erstattungsfähige Anzahlung von 50 € leisten, um sich den Vorverkaufspreis zu sichern. Die Anzahlung wird vom endgültigen Kaufpreis abgezogen.
Laut xTool soll der Versand voraussichtlich bereits im August 2026 beginnen, wobei die endgültige Lieferzeit je nach Bestellung und Region variieren kann.
Der Einstiegspreis ist für einen Desktop-UV-Drucker äußerst attraktiv, geschweige denn für eine Maschine, die für gleich mehrere Druckverfahren ausgelegt ist. Potenzielle Käufer müssen jedoch den endgültigen Lieferumfang, die Tintenkosten, die Zubehörpreise, die Druckgeschwindigkeiten und den Wartungsaufwand genau prüfen, bevor sie beurteilen können, ob der O1 Omni wirklich mehrere dedizierte Maschinen ersetzen kann.
Auf dem Papier verleiht ihm seine Fähigkeit, zwischen starren Objekten, Kleidungsstücken, Transferfolien, erhabenen Texturen und zylindrischen Produkten zu wechseln, jedoch ein ungewöhnlich breites Spektrum an potenziellen Anwendungen für Maker, Personalisierungsunternehmen und kleine Druckereien.
Lizenz: Der Text von "xTool O1 Omni: Ist dieser 4-in-1-Drucker die ultimative Abkürzung zur eigenen Druckerei?" von All3DP unterliegt der Creative Commons Attribution 4.0 International License.