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Doppelt druckt besser?

Creality CR-X im Test – Erster Blick auf die Specs

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by All3DP
Oct 12, 2018

Creality CR-X im Test – Erster Blick auf die Specs

Es ist nicht einfach, nach einem riesigen Erfolg noch einen draufzusetzen. Das gilt auch für Creality und seinen fulminanten 3D-Drucker, den CR-10. Der Hersteller versucht es trotzdem mit dem neuen CR-X, einem Drucker mit Doppelextruder. Hier sind die Specs des Creality CR-X.

Im letzten Jahr hat Creality 3D mit dem CR-10 offenbar einen Nerv getroffen. Der 3D-Drucker war und ist bei 3D-Fans auf der ganzen Welt extrem beliebt. Damals – also vor einem Jahr – waren die Möglichkeiten, die sich mit dem CR-10 auftaten, noch konkurrenzlos: eine hohe Druckqualität, ohne großes Herumschrauben, ein Bauraum von wahnsinnigen 300 x 300 x 400 mm (damals noch immens) – all das hat den CR-10 zur ersten Wahl für hochwertige, großformatige Drucke gemacht.

Aber zurück ins Hier und Jetzt. In der kurzen Zeit hat sich einiges getan. Die Größe des Bauraums ist inzwischen Standard und die Konkurrenz hat sich das beliebte Creality-Design einverleibt. Welche Wahl hatte Creality also? Etwas neues musste her.

Doppelextrusion. Und … weiter?

So weit so unspektakulär. Das ist zumindest der Eindruck, den man bekommt, wenn man sich den CR-X genauer ansieht. Der Hersteller verspricht zwar „mehr Farbe, mehr Creality“, liefert jedoch lediglich einen 3D-Drucker, der auf dem Design des CR-10 basiert, ein paar neue Features aufweist und ja – mit zwei Filamenten gleichzeitig drucken kann.

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Creality CR-X im Test – Erster Blick auf die Specs Funktionen

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Der neue Creality CR-X hat eine einzige Extruderdüse, durch die die beiden Filamente abwechselnd laufen. Der CR-X ist damit der erste Drucker mit Doppelextrusion des Herstellers.

Nachdem Creality zunächst ein kurzes Einführungsvideo über den 3D-Drucker veröffentlicht hatte, gingen einige Exemplare an ausgesuchte YouTuber, wie Maker’s Muse oder 3D Printing Nerd, die zuerst Hand an den neuen CR-X legen durften.

Das Urteil fiel eher gemischt aus. Die beiden hier genannten YouTuber bemängelten den ein oder anderen problematischen Schritt beim Zusammenbauen, die Hauptkritikpunkte lagen jedoch bei der Druckbettausrichtung. Die geht nämlich nicht automatisch, sondern manuell. Ein ziemlich großes Manko für einen Drucker, der 652 € kostet und damit teurer ist als die anderen Drucker des Herstellers und seiner Wettbewerber.

Obwohl der 3D-Drucker schon durch diverse YouTube-Kanäle geistert, ist er erst ab August erhältlich.

Da der Drucker auf Gearbest erst vorbestellt werden kann, ist es noch gar nicht so lange her, dass wir einen genaueren Blick auf diesen Drucker werfen konnten. Zunächst möchten wir uns auf das Hauptmerkmal des Creality CR-X konzentrieren, die Doppelextrusion.

Die zwei am Rahmen befestigten Spulenhalter versorgen den Extruder mit den beiden Filamenten. Letztere laufen durch zwei Extruder an der x-Achse. Von dort aus passieren die Filamente PTFE-Röhrchen und eine Y-Führung, die das jeweilige Filament zur rechten Zeit durch das Hotend schiebt. Die Extruderdüse hat einen Durchmesser von 0,4 mm.

Um die übriggebliebenen Reste der Vorgängerfarbe aus der Extruderdüse zu bekommen, wird oft ein Türmchen nebenan gedruckt, in dem die Filamentreste landen. So verschandeln sie nicht das Bild, das ist aber nicht wirklich sparsam. Um dem entgegenzuwirken, muss man kreativ werden und das überschüssige Filament als Füllung verwenden.

Es gibt keinerlei Informationen über eine empfohlene Software für den Creality CR-X. Du musst also selbst herausfinden, welche Druckeinstellungen in dem Slicer deiner Wahl nötig sind.

Der Creality CR-X hat einen 300 x 300 x 400 mm großen Bauraum und hat damit die gleiche Größe wie der CR-10. Das gläserne Druckbett ist für Creality Neuland, uns aber schon z.B. von Anycubic und deren Ultrabase bekannt.

Creality ist überzeugt, ein „Carboloy Silicon“-Druckbett zu verkaufen. Aus unserer Sicht ist dieser Name jedoch mehr Marketingstrategie als technische Begrifflichkeit. Das Hauptmerkmal dieses Druckbetts: Es lässt die Drucke haften, wenn es aufgeheizt ist, beim Abkühlen zieht es sich zusammen und die Drucke lassen sich so gut ablösen.

Wir können bereits sehen, dass die Bewegung des Druckbetts auf der y-Achse wie Butter läuft.
Das liegt an den beiden stabilen Führungsschienen und den acht Rollen, auf denen das Druckbett manövriert wird.

Ein willkommenes Bauteil ist das Flachbandkabel, das alle Verbindungen zwischen Basis und beweglichen Teilen vereint, sodass es keinen Kabelsalat gibt.

Die Elektrik findet sich in der Basis unter dem Druckbett. Das Bedienelement besteht aus einem 4-Zoll-LCD-Touchscreen, der in der Basis verbaut ist.

Die Bewegung der z-Achse läuft über einen Zahnriemen und eine Dual-Leitspindel. Der Schrittmotor überträgt die Energie direkt auf die linke Leitspindel, und einen Zahnriemen, die Bewegung über beide z-Achsen steuert. Das scheint nötig zu sein, um den zweiten Extruder am anderen Ende der x-Achsen-Schiene zu tragen.

Die überdimensionierten Nivellierschrauben unterhalb des Druckbettes sind für die Druckbetteinstellung gedacht.

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Creality CR-X im Test – Erster Blick auf die Specs Merkmale & technische Daten

Hersteller: Creality 3D
Model: CR-X
Technologie: FDM
Rahmen: Kartesisch
Erscheinungsjahr: 2018
Kategorie: Desktop-Drucker, vormontiert
Bauraum: 300 x 300 x 400 mm
Max. Druckbetttemperatur:
Extruderdüse: 0,4 mm
Max. Temperatur der Extruderdüse:
Max. z-Achsen-Auflösung: 0,05 mm
z-Achsen-Genauigkeit:
x/y-Achsen-Genauigkeit:
Max. Druckgeschwindigkeit: 200 mm/s
Max. Arbeitsgeschwindigkeit:
Kompatibel mit Drittanbieterfilament: Ja
Bedienfeld: 4-Zoll-Touchscreen
Größe (verpackt): 640 x 540 x 340 mm
Größe (aufgebaut): 550 x 400 x 650 mm
Gewicht (verpackt): 15 kg
Gewicht (Drucker): 12 kg
Stromzufuhr: 24V

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Creality CR-X im Test – Erster Blick auf die Specs Wo kann man ihn kaufen?

Du denkst darüber nach, dir den Creality CR-X zu kaufen? Bei den großen chinesischen Händlern ist er günstig erhältich.

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