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Mit PLA geht alles glatt

Echt cool: PLA-3D-Drucke ohne Schleifpapier glätten!

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by Tyler Koslow
Aug 2, 2018

Der Maker und YouTuber 3DSage hat ein neues Video geteilt, in dem er Tipps gibt, wie man Drucke aus PLA glätten kann, ohne sie mit Schleifpapier bearbeiten zu müssen!

Wer einen 3D-Drucker besitzt, der weiß, was man damit für tolle Modelle bauen kann. Da 3D-Drucker im FDM-Verfahren das Filament jedoch Schicht für Schicht aufbauen, sind die einzelnen Schichten meist nach dem Drucken noch sichtbar und wenn sie noch so minimal erscheinen.

Daher braucht es viel Nacharbeit, um die Oberfläche der Drucke zu glätten und dann wieder zum Glänzen zu bringen. Anders als ABS, das man mit Aceton glätten kann, gibt es keine einfach verfügbare Substanz, mit der man PLA glatt bekommt. Doch PLA hat abgesehen von diesem Manko einfach viele Vorteile gegenüber anderen Materialien.

Eine mechanische Methode, um PLA zu bändigen, ist daher Schleifpapier in feiner Körnung. Man nimmt zunächst ein Papier mit etwas gröberer Körnung und arbeitet sich schrittweise zum Schleifpapier mit enorm feiner Körnung vor. Das schafft zwar eine glatte Oberfläche, ist aber eine ganz schöne Arbeit. Der YouTuber 3DSage hat erst kürzlich ein Video gepostet, das Abhilfe schaffen soll.

Er zeigt, wie er PLA-Drucke ganz ohne Schleifpapier glatt bekommt. Er erzielt dabei ziemlich beeindruckende Ergebnisse, die noch beeindruckender erscheinen, wenn man sieht, wie wenig Material er dafür braucht. Diese Finishing-Methode ist vor allem bei Modellen mit vielen Rundungen und Vertiefungen empfehlenswert. Schauen wir uns also einmal an, welche Technik 3DSage anwendet.

PLA ohne Schleifpapier glätten: Anleitung

Alles, was du dafür brauchst, ist eine Dose Sprühfarbe, die gut auf Plastik haftet und eine Dose schnelltrocknendes Polyurethan . Es ist auch nicht schlecht, wenn du ein Modell hast, bei dem man die Schichten gut sehen kann, so bekommst du einen Eindruck davon, ob diese Technik funktioniert. Auf Thingiverse hat 3DSage sein Projekt näher beschrieben. Dort zeigt er die Technik an einem Totenschädelmodell.

Der Vorgang ist einfach nachzumachen. Zunächst solltest du dein Modell von Staub, Dreck und Haaren befreien. Es muss völlig sauber sein, sonst hast du später wieder unschöne Unebenheiten. Du besprühst dein Modell zunächst mit der Farbe deiner Wahl, dann sprühst du eine Schicht Polyurethan darüber.

Platziere dein Modell dann unter einem Ventilator, damit die Farbe nicht runterläuft. Schon jetzt wirst du feststellen, dass sich die beiden Substanzen mischen und sich in die kleinen Rillen, Löchlein und Unebenheiten legen und diese ausfüllen. Diese Technik funktioniert am besten mit dünnen Farb- und Lackschichten.

3DSage hat zwischen den Schichten 20 Minuten abgewartet und das Modell sogar einen ganzen Tag trocknen lassen, bevor er die letzte Schicht Farbe aufgetragen hat.

Die Vorteile dieses Verfahrens erschließen sich nicht nur im schönen Oberflächenfinish der Modelle – auch das Drucken geht schneller, da man mit größeren Schichthöhen drucken kann. Das Verfahren bügelt alle Unebenheiten zuverlässig aus.

Ein weiterer Vorteil ist, dass du in jeder Farbe drucken kannst und dann einfach die gewünschte, finale Farbe per Sprühdose auftragen kannst. Und natürlich musst du nicht mehr mühsam schleifen!

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