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Profi-3D-Drucker für Profi-Ergebnisse: der neue Ultimaker

Ultimaker S5 im Test – Erster Blick auf die Specs

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by All3DP
Oct 23, 2018

Ultimaker S5 im Test – Erster Blick auf die Specs

Der Ultimaker S5 is Ultimakers neues Flagschiff. Wir werfen einen ersten Blick auf die Specs dieses 3D-Druckers.

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat sich der niederländische Hersteller Ultimaker zum Vorreiter in der Open-Source-Community gemausert. Die 3D-Drucker des Herstellers können mit gutem Gewissen als Profi-Geräte bezeichnet werden. Die von Ultimaker entwickelte Slicer-Software Cura ist eine der beliebtesten Slicer überhaupt. Ultimaker hat sich nicht allein wegen Cura, sondern auch wegen seiner hochwertigen Drucker in der 3D-Druck-Community unverzichtbar gemacht.

Im Jahr 2016 brachte Ultimaker den Ultimaker 3 heraus, der damals den Markt ziemlich durcheinandergewirbelt hat, da er zwei Extruder besitzt. Manche Anwender halten diesen Drucker noch immer für den besten Drucker überhaupt. Der Ultimaker S5 wurde auf der Hannover Messe 2018 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Ultimaker hat damit den Ultimaker 3 vergrößert und weiter verbessert.

Ultimaker S5 im Test - Erster Blick auf die Specs Features

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Das tollste Feature des Ultimaker S5 ist sein Bauraum: Er bietet 330 x 240 x 300 mm Platz, und hat im Vergleich zum Ultimaker 3 (215 x 215 x 200 mm) gut zugelegt. Der neue Ultimaker 5 kann ebenso in zwei Farben und Materialien drucken. Der verbesserte Filamentzulauf verfügt nun über einen Filament-Sensor, der den Druck anhält, sobald das Filament zur Neige geht.

Der größere Bauraum ist nicht die einzige Verbesserung, mit der der Drucker aufwartet. Er ist zudem durch viele Testphasen gelaufen, um den Druckprozess so zuverlässig, intuitiv und effizient wie möglich zu gestalten. Die Extruderdüsen kann man ganz einfach austauschen, je nach Material, das man drucken möchte. Das macht den Ultimaker S5 so vielseitig und einfach zu warten. Egal, ob du mit Hochgeschwindigkeit drucken, oder Objekte mit hoher Detailgenauigkeit herstellen willst, die verschiedenen Düsengrößen machen es möglich.

Der Ultimaker S5 verfügt über zwei austauschbare Druckbetten. Eines ist aus Glas und für alltägliche Druckaufträge gedacht, das andere besteht aus extrem dünnem, eloxiertem Aluminium, das sich besonders für die Fertigung von Prototypen aus den komplexeren Materialien ABS und Polycarbonat eignet. Jedes der Druckbetten lässt sich mit wenigen Handgriffen auf dem beheizten Aluminiumboden der Druckplattform befestigen. Das ultra-flache Alu-Druckbett soll laut Ultimaker im Herbst 2018 auf den Markt kommen. Es gibt sogar einen Farb-Touchscreen, der aussieht wie ein Smartphone. Damit kann man mühelos durch die Menüs navigieren – auch, wenn man vom 3D-Drucken noch nicht so viel Ahnung hat, ist die Druckeinstellung so ein Kinderspiel.

Der Geschäftsführer von Ultimaker, Jos Burger, sagt über den neuen S5: „Man braucht bei diesem 3D-Drucker so wenig Zeit wie nie, um ihn aufzustellen, einzustellen und zum Laufen zu bringen. Man hat damit alle Möglichkeiten und Freiräume für das Design und die Ausarbeitung von funktionalen Prototypen und größeren, anspruchsvollen Objekten und Geometrien. Zusammen mit unserer ständig aktualisierten Software und unserem global aufgestellten Service-Netzwerk haben wir es geschafft, die Herstellung von Prototypen überall auf der Welt möglich zu machen.“

Da der Extruder auf dem Bowden-System beruht und nicht auf dem Druckkopf sitzt, ist der Ultimaker S5 unglaublich schnell. Die Filamentzufuhr sorgt dafür, dass das Filament immer unter Spannung gehalten wird, was den Druck mit flexiblen Materialien wie TPU ermöglicht. Das Stahlrohr zur Einspeisung des Filaments ist mit extra robustem Material ummantelt und soll vor zu schneller Abnutzung schützen.

Ultimaker hat zudem die Düsenabdeckung aus Silikon überarbeitet, die nun eine stetigere Kühlung und eine bessere Extrusion ermöglicht. Der neue eingebaute Filament-Sensor meldet sich, wenn das Filament ausgeht.

Zusätzlich zum Ultimaker S5 hat der Hersteller noch ein paar andere Asse im Ärmel. Dazu zählen das neue Ultimaker Tough PLA und die Ultimaker App.

Das Tough PLA von Ultimaker ist ein Material, das sich vor allem für große technische und komplexe Drucke eignet – ein Hauptanwendungsgebiet dieses Filaments ist daher der Prototypen- und Werkzeugbau. Im Vergleich zum ABS, das ebenfalls von Ultimaker vertrieben wird, ist dieses PLA genauso stoßresistent, aber insgesamt weniger verformbar.
Dieses neue PLA verzieht sich daher nicht so schnell und ist weniger brüchig als normales PLA.

Mit der neuen Ultimaker-App, die im Mai dieses Jahres herauskam, kann man den Druck aus der Ferne überwachen und steuern. Die App teilt dir mit, wenn dein Druck fertig oder wenn etwas schiefgelaufen ist und du etwas an den Druckeinstellungen ändern musst. So kann man sich entspannt zurücklehnen und den Drucker ohne Probleme drucken lassen. Die App ist noch dazu kostenlos und läuft auf Android und iOS. Sie funktioniert nicht nur im Zusammenspiel mit dem Ultimaker S5, sondern auch mit dem Ultimaker 3.

„Die Produktfamilie rund um den neuen Ultimaker S5, d.h. der neue 3D-Drucker in Kombination mit den neuen Materialien und der Ultimaker-App, ist erst einmal ein völlig neuer Standard für professionelles 3D-Drucken“, so der Ultimaker-Chef Burger. „Wir gewinnen immer mehr Kunden, die unsere Drucker professionell nutzen und unsere ganzheitliche Hardware- und Software-Lösung schätzen. Indem alle Prozesse und am Druck beteiligten Komponenten ineinandergreifen, machen wir das 3D-Drucken zu einem automatisierten und zuverlässigen Fertigungsverfahren für jeden Einsatzbereich.“

Der Ultimaker S5 ist genau wie die App und das Ultimaker Tough PLA seit dem 15. Mai 2018 auf dem Markt. Man kann ihn über die internationalen Vertriebspartner des Herstellers erwerben. Wer sich für den Ultimaker S5 entscheidet, bekommt sogar 750g des neuen Tough-PLA-Filaments dazu.

Mehr Infos dazu gibt’s auf der Ultimaker-Webseite.

Ultimaker S5 im Test - Erster Blick auf die Specs Specs

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  • Drucker-Typ: vormontierter Drucker
  • Abmessungen: 495 x 585 x 780 mm
  • Bauraum: 330 x 240 x 300 mm
  • Layer-Auflösung: 0,25-mm-Düse: 150 – 60 µm; 0,4-mm-Düse: 200 – 20 µm; 0,8-mm-Düse: 600 – 20 µm
  • Drucktemperatur: bis zu 280˚C
  • Druckgeschwindigkeit: < 24 mm³ /s
  • xyz-Auflösung: 6,9/6,9/2,5 µm
  • Druckkopf: Doppelextrusion mit wasserlöslichem Stützmaterial
  • Austauschbare Extruderdüsen
  • Beheiztes Druckbett mit automatischer Druckbettkalibrierung
  • Materialien: PLA, Tough PLA, Nylon, ABS, CPE, CPE+, PC, TPU 95A, PP, PVA, Breakaway, Drittanbieter-Filament

Ultimaker S5 im Test - Erster Blick auf die Specs Was ist noch im Karton?

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Der Ultimaker S5 verfügt bereits im Auslieferungszustand über eine Menge neuer Funktionen und es scheint, als gäbe es zudem noch unzählige weitere Extras und Erweiterungen, um diesen 3D-Drucker noch weiter zu verbessern und die professionellsten Ergebnisse aus ihm herauszukitzeln. Hier ist, was du bekommst, wenn du dich für den Ultimaker S5 entscheidest:

  • Glasplatte
  • Aluminiumplatte
  • Spulenhalter mit Material-Info
  • Netzkabel
  • Ethernet-Kabel
  • USB-Stick
  • Druckkopf AA 0,4 (insg. 2 solcher Druckköpfe, einer davon ist bereits eingebaut)
  • Druckkopf BB 0,4 (1x)
  • Glasplatte für XY-Kalibrierung
  • Aluplatte für XY-Kalibrierung
  • Kalibrierschablone
  • Extruderdüsenabdeckung (3x)
  • Tough PLA (750g-Spule)
  • PVA (750g-Spule)
  • Klebestift
  • Öl
  • Schmierfett
  • Sechskantschraubendreher 2 mm

Ultimaker S5 im Test - Erster Blick auf die Specs Wo kann man ihn kaufen?

Der Ultimaker S5 kann über verschiedene Händler bestellt werden. Laut Ultimaker ist der S5 über die internationalen Partner des Herstellers zu beziehen.

Der Ultimaker S5 kostet ca. 5495€, ein stolzer Preis. Man bekommt jedoch für sein Geld ein vielseitiges Gerät, das sich vor allem für Profis und kleine bis mittlere Unternehmen eignet.

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